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Kultusministerin Kurth verteilt Zuckertüten – und muss Hausaufgaben machen

DRESDEN. Ferienzeit adé! Rund 441.500 Mädchen und Jungen müssen ab heute in Sachsen wieder in die Schule. Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) – die nach dem gestrigen Wahlsieg ihrer Partei bei der Landtagswahl in Sachsen aller Voraussicht nach im Amt bleiben wird – überreichte an der Grundschule Neundorf in Plauen ABC-Schützen persönlich eine Zuckertüte. Insgesamt werden im Freistaat in diesem Jahr etwa 35.000 Kinder eingeschult. Im Vergleich zum vorherigen Schuljahr stieg die Zahl der Schüler um gut 4000. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Wird wohl Kultusministerin von Sachsen b leiben: Brunhild Kurth. Foto: Sächsisches Kultusministerium.

Wird wohl Kultusministerin von Sachsen b leiben: Brunhild Kurth. Foto: Sächsisches Kultusministerium.

Deshalb sieht sich Sachsen in der Pflicht, nicht nur ausscheidende Lehrer zu ersetzen, sondern zusätzliches Personal einzustellen. In welchem Umfang das passieren muss, ist seit langem ein Streitthema. Die Opposition im Landtag und die Gewerkschaften beklagen ein fehlendes Personalentwicklungskonzept. Die CDU wirft dem politischen Gegner Panikmache vor. Aber auch die Union hat die Brisanz von Unterrichtsausfall und Frust der Eltern erkannt und nachgebessert.

Die Kultusministerin versprach kurz vor Auftakt des neuen Schuljahres Abhilfe. Sachsen werde in den kommenden Jahren nicht nur die in Rente gehenden Lehrer ersetzen, sondern auch den wachsenden Schülerzahlen mit mehr Personal Rechnung tragen. Auch andere Probleme muss das Ministerium lösen. Denn junge Lehrer wollen im Freistaat vor allem in Dresden und Leipzig arbeiten, nicht aber in einer Kleinstadt in der Provinz. Deshalb erwägt man nun Zulagen für Lehrer auf dem Land.

Die eigentliche Herausforderung steht noch bevor: Das Schulsystem steht in den kommenden Jahren vor einem Generationswechsel. Immer mehr Lehrer gehen in den Ruhestand. Bis zu 2000 junge Pädagogen will Kurth pro Jahr einstellen: „Ich wünsche mir, dass beide Seiten offen füreinander sind. Ältere und jüngere Kolleginnen und Kollegen können voneinander lernen und müssen zusammenarbeiten, sonst kann gute Schule nicht gelingen.“ dpa

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