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Seehofer will keine Kompromisse bei der Gymnasialreform

MÜNCHEN. Von der ursprünglichen Gesprächsbereitschaft der CSU in Sachen Gymnasialreform scheint nicht viel geblieben. Ministerpräsident Seehofer sieht das Konzept seiner Partei ausgereift. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer überlegt indessen, ob die Redezeit der Opposition im Landtag beschränkt werden sollte.

Nach den scharfen Auseinandersetzungen im Landtag will die CSU die geplante Reform des achtjährigen Gymnasium allein und ohne Kooperation mit der Opposition auf den Weg bringen. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir jetzt eine gemeinsame Schulreform machen zum Gymnasium», sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag in München. Der CSU-Chef begründete dies damit, dass das CSU-Konzept ausgereift sei und damit aus seiner Sicht keine Kompromissverhandlungen mit der Opposition notwendig seien: «Wenn man gemeinsam in ein solches Gespräch geht, muss man ja auch anderen was geben. Und wir haben da so ein gutes Konzept.» Die CSU hatte der Opposition ursprünglich Gesprächsbereitschaft bei dem Thema angeboten.

„Und wir haben da so ein gutes Konzept“, so Horst Seehofer zum Reformplan für das Gymnasium, den seine Partei erst noch beschließen muss. Foto: blu-news.org / flickr (CC BY-SA 2.0)

„Und wir haben da so ein gutes Konzept“, so Horst Seehofer zum Reformplan für das Gymnasium, den seine Partei erst noch beschließen muss. Foto: blu-news.org / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die CSU-Fraktion will ihren Plan für die Reform des achtjährigen Gymnasiums kommende Woche bei ihrer Herbstklausur im oberfränkischen Kloster Banz beschließen. Zur Zeit ist das Klima im Landtag sehr frostig. SPD, Grüne und Freie Wähler haben Seehofer und die zurückgetretene Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) in den vergangenen Tagen sehr scharf kritisiert, die Angriffe wurden von vielen in der CSU-Fraktion als persönliche Herabsetzung empfunden.

CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer überlegt, ob die Redezeit der Opposition beschränkt werden sollte, wie er dem «Münchner Merkur» (Donnerstag) sagte. Das hat nach Angaben eines Fraktionssprechers aber nichts mit dem Ärger über die Debatte zu tun, sondern wird in der CSU-Fraktion schon länger diskutiert. Seehofer sagte dazu, das sei Sache des Landtags und nicht der Staatsregierung. Als Abgeordneter unterstütze er Kreuzer. (dpa)

zum Bericht: Seehofer unterstützt Spaenles G9-Ideen

4 Kommentare

  1. wenn man den Freistaat Bayern zu einem Staat machen würde, könnte die csu die Diktatur als optimale Regierungsform für sich entdecken.

  2. Aber ob sich die Franken dieser Diktatur beugen würden, dürfte anzuwarten bleiben!

    • Offenbar schon, denn bei der letzten Landtagswahl hat die CSU auch im Frankenland mindestens 40% der Stimmen und damit nahezu die absolute Mehrheit geholt.

      • Ist ja auch derzeit die einzige Möglichkeit der Franken sich innerhalb des ZK der CSU-Zentrale Gehör zu verschaffen.

        Aber warum sollten die Franken bei einem Austritt Bayerns aus dem Geltungsbereich des GG bei dem neuen Staat bleiben? Die drei fränkischen Regierungsbezirke und die Oberpfalz kämen doch auch ohne die Bevormundung durch niedere und obere Bayern klar

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