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Wohnungsnot: Studentenwerk rät zu Wohnungssuche im Umland

ERFURT. Bezahlbare Wohnungen für Studenten sind in Uni-Städten in der Regel knapp. Die Uni Jena empfiehlt Studenten zum Auftakt des Wintersemesters, im nahen Umland auf Wohnungssuche zu gehen. Mehr Wohnungen für Studenten fordert das Studentenwerk aber nicht.

Neue Bewerbungen für einen der begehrten Plätze in einem Studentenwohnheim in Thüringen haben derzeit kaum Aussicht auf Erfolg. Die Warteliste für das Wintersemester sei schon zu lang, sagte die Sprecherin des Studentenwerks, Annett Uebel, der Nachrichtenagentur dpa in Erfurt. Vor allem in Jena sei die Situation angespannt. «Wer zuerst kommt, erhält zuerst einen Platz», sagte sie. Nicht alle könnten aber ein Zimmer zum Semesterbeginn in der Nähe des Campus bekommen. Sie riet dazu, auch im nahen Saale-Holzland-Kreis nach einer Bleibe zu suchen.

Begehrt und knapp: Ein Zimmer im Studentenwohnheim. Foto: heipei /flickr (CC BY-SA 2.0)

Begehrt und knapp: Ein Zimmer im Studentenwohnheim. Foto: heipei /flickr (CC BY-SA 2.0)

Das Studentenwerk betreut 7400 Zimmer in Jena, Erfurt, Weimar und Ilmenau. Das Kultusministerium rechnet wie 2013 mit rund 10 000 Erstsemestern.

Mehr Wohnungen für Studenten forderte Uebel aber dennoch nicht. In den ersten Wochen des Wintersemesters entspanne sich die Situation erfahrungsgemäß wieder. Viele Bewerber sagten kurzfristig wieder ab, da sie beispielsweise einen Studienplatz in einer anderen Stadt annähmen. «Es ist noch nie vorgekommen, dass wir Turnhallen anmieten mussten oder jemand unter der Brücke schlafen musste», sagte die Sprecherin. Auch sei es zumutbar, beispielsweise in Erfurt zu wohnen und nach Jena zu pendeln. Die Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr in der Region seien gut, betonte Uebel.

In den anderen Uni-Städten ist die Wohnsituation laut Uebel ohnehin nicht so angespannt wie in der Studentenstadt Jena, in der auch die privaten Immobilienpreise in den vergangenen Jahren deutlich anstiegen. Sie verwies zugleich auf eine Wohnungsbörse des Studentenwerkes. Hier wurden Anfang September immerhin noch 40 Mietwohnungen und WG-Zimmer privat angeboten.

Laut Studentenwerk beträgt die Miete in einem Wohnheim je nach Komfort zwischen 104 und 313 Euro monatlich. Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester beginnt bereits am 1. Oktober. Der Sprecher des Kultusministeriums, Gerd Schwinger, betonte, dass in den vergangenen fünf Jahren rund 4,3 Millionen Euro in den Ausbau der Wohnheimplätze investiert wurden. Die Versorgung sei im Vergleich zu anderen Bundesländern «sehr gut». So öffne im November ein neues Wohnheim in Jena mit 48 Plätzen. (dpa)

zum Bericht: Studentenwerk fordert “großen Wurf”

3 Kommentare

  1. Hallo und danke für den tollen Artikel. In der Tat ist der Wohnungsmarkt in vielen Studentenstädten sehr angespannt. Eine Wohnung etwas außerhalb der Stadt zu suchen, ist ein sehr guter Tipp. So hatte ich es auch getan. Weitere Alternativen zu überbuchten Studentenwohnheimen oder teuren Wohnungen sind WGs, Wohnen zur Zwischenmiete oder Wohnen für Hilfe. Ich hoffe, ich darf hier einen Link zu unserem Blog-Artikel zum Thema Wohnformen für Studenten posten.
    Viele Grüße und an alle wohnungssuchenden Studenten viel Erfolg!

  2. Super Artikel, leider entspricht dieser der Wahreit.

    Es ist wirklich sehr schwer eine Wohnung zu finden wenn man noch studiert.

    Vielen Dank!

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