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Berlin: 434 Übergriffe von Schülern auf Lehrer im vergangenen Schuljahr

BERLIN. Gewalttäter unter Berliner Schülern sind nach Angaben des Senats fast immer Jungs und männliche Jugendliche. Mädchen werden viel seltener aggressiv und brutal. Die Opfer an Schulen sind dagegen sowohl Jungs als auch Mädchen – allerdings auch nicht selten Lehrer. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Bildung auf eine SPD-Anfrage hervor.

Bedrohungen, Schläge und schwere Gewalt wie Angriffe und körperliche Verletzungen an Schulen konzentrierten sich im Schuljahr 2013/2014 auf fünf Bezirke: Lichtenberg, Neukölln, Mitte, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf.  2112 männliche Täter oder Verdächtige unter den Schülern listete die Senatsverwaltung auf. Demgegenüber stehen nur 306 Mädchen. Opfer sind 1398 Jungen und 1113 Mädchen. Diese Relationen veränderten sich in den vergangenen Jahren kaum.

Insgesamt registrierten die Schulen in dem vergangenen Schuljahr 2792 Zwischenfälle – neben körperlichen Angriffen auch Beleidigungen, Drohungen, Mobbing und Drogenkonsum.  Es gab 511 Fälle schwerer Gewalt, also mehr als zwei pro Schultag in Berlin. Das waren 68 mehr als im Vorjahr, aber 75 weniger als vor drei Jahren. Allerdings rechnen Experten in diesem Bereich mit einer hohen Dunkelziffer von Gewalttaten, die den Schulen nicht gemeldet werden.

Bedrohungen, Gewalt und Mobbing sind sowohl an Grundschulen wie auch an den weiterführenden Integrierten Sekundarschulen präsent. Relativ wenig Gewalt gibt es an den reinen Gymnasien und Berufsschulen. 434 Übergriffe auf Lehrer oder anderes Personal an den Schulen wurden gemeldet. Auch hierbei verzeichneten die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick die meisten Taten. dpa

Zum Bericht: GEW: Gewalt gegen Lehrer nimmt zu – von Beleidigungen bis hin zu Schlägen

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