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Hessischer Philologenverband warnt vor Qualitätsverlust an den Gymnasien

WIESBADEN. Das Gymnasium ist laut Hessischem Philologenverband die bei Eltern und Schülern bei weitem beliebteste Schulform. Es garantiere von jeher eine Ausbildung auf hohem wissenschaftspropädeutischem Niveau und gewährleiste damit die Studierfähigkeit der Abiturienten, so der Verband. Die Sicherstellung dieser Qualität sei akut gefährdet, da einerseits die Anforderungen an diese Schulform ständig erhöht, andererseits aber nicht genügend Funktionsstellen für Qualitätssicherung zur Verfügung gestellt würden.

Das Schuljahr in Bayern steht noch ganz am Anfang, der Streit um die Abiturzeit geht weiter. Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons

Der Hessische Philologenverband fürchtet um die Qualität der Gymnasien und der gymnasialen Bildungsgänge von Gesamtschulen. Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons

Forderungen des Hessischen Philologenverbandes, die diesen Missständen abhelfen könnten, liegen nach eigenen Angaben seit Jahren vor. Sie seien den Spitzen von Politik und Ministerium bekannt. Konkret bedeute dies die Schaffung von mehr Beförderungs- und Funktionsstellen im administrativen und pädagogischen Bereich. Vergleichbare Aufgaben hätten die Gesamtschulen mit ausgebauten Oberstufen. Es könne nicht hingenommen werden, dass diese Schulform im Bereich der Versorgung mit Funktionsstellen für den gymnasialen Bildungsgang teilweise deutlich schlechter gestellt werde.

Eine Umschichtung von Funktionsstellen für den gymnasialen Bildungsgang von Gymnasien an Gesamtschulen verbiete sich genauso, wie die beliebige Anpassung der Bemessungsgrundlagen. Der Hessische Philologenverband fordert daher eindringlich, die Funktionsstellen an Gymnasien und Gesamtschulen deutlich zu erhöhen. Strikt verwahrt sich der HPhV gegen die derzeit entwickelten Überlegungen im Hessischen Kultusministerium, Funktionsstellen niedriger zu dotieren oder zwischen den Schulformen umzuschichten.

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