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Kommunen fordern: Inklusion nur an Schwerpunktschulen

STUTTGART. Nach Ansicht des baden-württembergischen Städtetags kann die Integration behinderter Kinder (Inklusion) nur über Schwerpunktschulen erfolgen. «Wir übernehmen uns, wenn wir sagen, an allen Schulen gibt es alles», sagte Verbandspräsidentin Barbara Bosch in Stuttgart.

Es müssten im Rahmen der Regionalen Schulentwicklung frühzeitig Schulorte für Inklusion festgelegt werden, anstatt kurz vor Schuljahresbeginn zu entscheiden, an welchen Schulen sie stattfindet. Das Ministerium lehnt Schwerpunktschulen ab, weil es befürchtet, dass damit durch die Hintertür neue Sonderschulen eingerichtet werden. dpa

5 Kommentare

  1. Rheinland-Pfalz hat Schwerpunktschulen.
    Für meinen hörbehinderten Schüler werden die Sanierungskosten für den Klassenraum (für kürzere Nachhallzeit) auf 5000 Euro geschätzt. Das kommt natürlich auch den anderen zugute, macht aber bei 40 Klassenräumen … und bei 6 Schulen in meiner Stadt … Einen Fahrstuhl für die Rollstuhlfahrer haben wir zum Glück schon.
    Ich finde das Gemecker der Städte nachvollziehbar.

  2. das Ministerium muss die Schwerpunktschulen fürchten, weil dadurch das Projekt Inklusion ad adsurdum geführt wird. alles andere ist aber unbezahlbar.

    übrigens: mal wieder werden beim Thema inklusion nur die baukosten wegen körperlich behinderter Menschen beklagt. das kernproblem sind aber die lernbehinderten und erziehungsschwierigen, die den unterricht in großen gruppen für alle unmöglich machen können.

    • Ich finde es falsch, Baukosten zu beklagen, vorausgesetzt, dass der bezahlt, der die Sache bestellt hat, also die jeweilige Landesregierung und u.U. der Bund. Schöne Fahrstühle, akustisch sanierte Räume können alle gebrauchen. Das Geld reicht doch auch noch für alle anderen Aufgaben, oder?

      • Richtig, nur Baukosten sind nur einmalig, die Beschulung in großen Gruppen eigentlich unbeschulbarer, körperlich gesunder Kinder eine dauerhafte Herausforderung, die die Kommunen keinen Cent kostet. In wie fern die Inklusion das Anmeldeverhalten der Eltern gesunder Kinder beeinflusst, wird die Zukunft zeigen. Wenn ich als Elternteil die Wahlmöglichkeit hätte, würde ich für mein Kind die Schule nehmen, an der es aus meiner Sicht am Besten lernen kann. Hochglanzprospekten von Inklusions- bzw. „normalen“ Regelschulen würde ich in diesem Fall weniger vertrauen als Berichten von älteren Kindern auf der Schule.

        • BRAVO!!! Diese Aussagen kann ich nur unterstützen 🙂

          Und wenn jetzt, nach neuesten Plänen, die Kids auch noch am Wochenende in die Kita gehen sollen, damit längere Arbeitszeiten für deren Eltern geschaffen werden können, dann haben wir bald nur noch „Inklusions“ -Schulen,
          also „Regel – Förderschulen“ … oder so was Ähnliches … Armes Deutschland!

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