Anzeige


Startseite ::: Nachrichten ::: Religionsforscher: „Der Islam ist nicht schuld am Terror“

Religionsforscher: „Der Islam ist nicht schuld am Terror“

MÜNCHEN. Die Terrormiliz Islamischer Staat mordet im Nahen Osten, in Afrika wüten die Anhänger der Boko Haram – nur zwei Krisenherde, die die Welt erschüttern. «Religion wird instrumentalisiert», sagt der Philosophie-Professor Georg Sans.

Die Krisen in der Welt lassen die Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Gott oder Mensch und Religion besonders aktuell erscheinen. Kriegerische Auseinandersetzungen wie etwa im Nahen Osten sind nach Ansicht des Philosophie-Professors Georg Sans jedoch weniger religiös begründet als politisch. Religion werde um hegemonialer und ökonomischer Interessen willen instrumentalisiert, sagte der Inhaber des neuen Eugen-Biser-Stiftungslehrstuhls für Religions- und Subjektphilosophie an der Hochschule für Philosophie (HfPh) in München.

Die Angehörigen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beispielsweise würden mit hohem Sold und sozialen Versprechungen gewonnen, sagte Sans. Die Taten erweckten zwar den Eindruck, als seien sie religiös fundiert, letztlich entstünden sie durch fehlgeleitete politische Ideologie. Dass Religion aber auch zu Gewalt führen kann, zeige, «dass Religion eine Herzensangelegenheit ist». Denn so, wie viele Menschen bereit seien, für ihren Glauben Leid zu ertragen oder ihr Leben zu geben, seien andere bereit, Gewalttaten zu begehen.

Interreligiöser Dialog ist Sans zufolge geeignet, durch Information und Offenheit für Vertrauen und gegenseitiges Verständnis zu sorgen. «Wir haben bestenfalls Lehrbuchwissen über die Religion anderer.» Den Versuch radikaler Gruppen, jede Form des Zusammenlebens zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zu beenden, bezeichnet Sans als den Anti-Dialog schlechthin. Mit Fundamentalisten müsste man jedoch «nicht über Religion dialogisieren, sondern über ihr Menschenbild, über Anstand, Politik und Humanität».

Die heilige Schrift des Islam: Der Koran Foto; Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Die heilige Schrift des Islam: Der Koran; Foto: Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Die These, dass sich der Islam – im Vergleich zum mehrere Jahrhunderte älteren Christentum – noch in einem Entwicklungsstadium befindet, lässt Sans nicht gelten. Zwar habe es im Mittelalter im Christentum große Brutalität gegeben, jedoch hätten die größten Gewalttaten in der säkular geprägten Gegenwart stattgefunden. Seiner Ansicht nach geht es um «die zeitlose Frage: Wie sollen wir mit unseren Mitmenschen umgehen?». Das habe nichts mit dem Jahrhundert, mit der Kultur oder dem Glauben zu tun.

Die Menschen müssten erkennen, dass sie alle die gleiche Basis hätten, und sich fragen, wie Politik und Wirtschaft aussehen müssten, damit ein friedliches Zusammenleben möglich sei. «Es geht nicht nur um Religionsfreiheit, sondern auch um freien Handel – und den setzt der Westen so durch, dass er für andere Länder schädlich ist», sagte Sans und nannte als Beispiel die Ölquellen. Es sei nicht verwunderlich, dass unser Freiheitsbegriff im Nahen Osten als vergiftet gelte.

An der gemeinsamen Grundlage für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen mitzuwirken, hat sich die Eugen-Biser-Stiftung zum Ziel gesetzt. Der im März dieses Jahres gestorbene Religionsphilosoph und Theologe hat in seinem Werk unter anderem die Beziehung zwischen den Menschen und Gott in den Mittelpunkt gerückt.

Eben diese Beziehung will der neue Lehrstuhl erforschen. Georg Sans ist Experte für klassische deutsche Philosophie und Kenner des Werkes Eugen Bisers. Zum am Montag (6. Oktober) beginnenden Wintersemester wechselt er von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom an die HfPh in München. «Ein Haus wie dieses ist entscheidend, damit christliche, kirchliche und religiöse Inhalte auch in einem säkularen Umfeld nicht verschwinden.»Ute Wessels

27 Kommentare

  1. Vorab: Es gibt keinen Gott, es gibt keine Götter!

    Die abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind aus der vorwissenschaftlichen Zeit, als man nicht erklärbare Phänomene Geistern und Göttern zuordnete.

    Die abrahamitischen Religionen haben eine aggressive Wurzel und sind Feinde des Selbstbestimmungsrechts.

    Der Islam sollte nicht verharmlost werden, die abrahamitischen Religionen lasten wie ein Fluch auf der Menschheit!

    Wir können den Religionen den Humanismus und die Wissenschaften entgegen setzen. Je früher Bildung einsetzt, desto weniger können die Menschen religiös indoktriniert werden. Religionen versuchen die Menschen von klein auf zu indoktrinieren.

    Ich bin gerne bereit, die großen Vorteile des naturwissenschaftlichen Weltbildes ausführlich zu erläutern, religiöse Weltbilder sind schädlich.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph
    Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
    http://www.monopole.de

    • Isaac Newton, Michael Faraday, Blaise Pascal, Jan Amos Comenius, James C. Maxwell und eine Reihe weiterer Naturwissenschaftler sahen den Gegensatz, den Sie hier behaupten, nicht so.

      • Zitate:
        • Ich würde lieber alle Fabeln und Legenden des Talmud und des Koran glauben, als daß das Gefüge des Universums ohne einen Geist ist.
        Francis Bacon

        • Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.
        Max Planck

    • Viele Menschen glauben an Gott. Okay, das möchte ich auch niemandem ausreden. Persönlich habe ich da so meine großen Zweifel. Wer sich mit der Geschichte des Christentum beschäftigt, stellt fest, dass diese Religion eine breite Blutspur in der Welt hinter sich hergezogen hat. Die ersten Christen wurden von den Römern verfolgt, und sie wurden oft genug grausam hingerichtet.

      Später bedienten sich die Christen eben dieser unvorstellbar qualvollen Methoden, um ihren Glauben zu verbreiten und zu sichern oder Kritiker aus dem Weg zu räumen.
      Dabei waren die obersten Kirchenführer (Päpste) über viele Jahrhunderte dermaßen korrupt und gierig nach Macht und Einfluss, dass es unsere heutige Vorstellung sprengt.
      Wohlgemerkt, diese Untaten geschahen unter ständiger Berufung auf Gott und Jesus Christus.

      Da es ja angeblich keine dummen Fragen geben soll, frage ich einfach mal:

      Warum ließ es Gott zu, dass in seinem Namen die Azteken und Inka von den Spaniern ausgerottet wurden?
      Warum ließ es Gott zu, dass in seinem Namen während der Kreuzzüge regelrechte Massaker verübt wurden?
      Warum ließ es Gott zu, dass in seinem Namen z.B. Karl der Große die Sachsen mit dem Schwert zum Christentum „bekehrte“? Wer sich nicht taufen ließ, wurde enthauptet.
      Warum ließ es Gott zu, dass in seinem Namen Menschen in der Zeit der Inkquisition auf das Brutalste gefoltert und umgebracht wurden?
      Warum ließ es Gott zu, dass in seinem Namen Menschen bei lebendigem Leib verbrannt wurden (Hexenverfolgung)?
      Warum ließ es Gott zu, dass sich die Christen im dreißjährigen Krieg gegenseitig abschlachteten?

      Diese Liste ließ sich beliebig erweitern. Da darf es doch erlaubt sein, an der Existenz eines Gottes zu zweifeln, oder?

      • Gott hat dem Menschen den freien Willen gegeben, im Guten wie im Bösen.
        Kirchen aller Art und Gott, sind da durchaus ein paar verschiedene Schuhe.
        Laut Bibel(Offenbarung vor allem)ändert sich das mit der Beendigung des Wirkens
        von Satan (Blender, Verführer)in der Welt.
        Mal sehr stark vereinfacht zusammengefasst.

  2. Sehr geehrter Herr Datko,

    erklären Sie mir bitte die Wurzeln Ihrer Fachrichtungen, die liegen meines Wissens in der antiken griechischen Religion (Korrigieren Sie mich bitte, falls ich mich irren sollte.). Bitte erklären Sie mir auch den Begriff „abrahamitische Religion“ wie er Religionswissenschaftlich korrekt ist.
    Ausserdem lassen sich in JEDER religiösen Strömung aggressive Ideologien ausmachen, nicht nur im Christentum, im Islam oder im Judentum auch anderswo!!!
    Sie sind ein Naturwissenschaftler, der sein Weltbild auf Fakten und Daten aufbaut, habe ich Sie diesbezüglich richtig verstanden.
    Dann sei Ihnen an dieser Stelle mitgeteilt, dass ein nicht geringer Anteil ihrer Kollegen aus den Naturwissenschaften, durch aus an die Existenz einer Höheren Macht glaubt.
    Des Weiteren sei angemerkt, so wie Sie über die Naturwissenschaften in Ihrem Beitrag sprechen, entsteht durchaus der Eindruck, dass die Naturwissenschaften Ihre Religion sind.

    Ich selbst habe Theologie im 2.-Fach studiert und kenne viele Argumente die pro und contra Religion geführt werden. Die Religion soll den Menschen helfen, sie nicht indoktrinieren, was Natruwissenschaften auch können. Religion und Philosophie müssen sich nicht zwangsweise „bekriegen“, sie können einander wunderbar ergänzen.

    In diesem Sinne einen schönen Sonntag.

  3. Liebe Biene, Sie werden beim Herrn Datko nicht weit kommen, weil er einen sehr atheistischen (oder bzgl. höhererMächte) noch radikaleren Eindruck macht.

    Ich bin zwar auch Naturwissenschaftler, sehe mich aber als atheistischen Agnostiker. Ich streite die die Existenz höherer Mächte nicht ab, glaube aber erst an ihre Existenz, wenn sie mit den vorhandenen naturwissenschaftlichen Mitteln zweifelsfrei nachgewiesen wurde. Mir ist klar, dass der Nachweis sowohl für die Existenz als auch die nicht-Existenz nahezu unmöglich sein dürfte.

  4. Danke für die beiden Beiträge, Biene und xxx

    Zitat Biene: „Ausserdem lassen sich in JEDER religiösen Strömung aggressive Ideologien ausmachen, nicht nur im Christentum, im Islam oder im Judentum auch anderswo!!!“

    Die Gottesvorstellung und die heiligen Schriften sind unsagbar übel, wie kann man diesen Unsinn nur für etwas Positives ausgeben? Das Übel liegt in der Wurzel der abrahamitischen Religionen.

  5. xxx, was die Beweisbarkeit von Höheren Mächten angeht so gebe ich Ihnen durchaus recht. Es gibt auch Fälle die von der Naturwissenschaft nicht erklärt werden können, diese Fälle werden dann über Religion erklärt.

    Herr Datko, ob ich als Christ die Bibel wort-wörtlich auslege oder die Auslegung der Zeit anpasse macht einen Unterschied zwischen radikal (wort-wörtlicher Auslegung) und liberal.
    Das Zitat, welches Sie verwendet haben, sollte Ihnen zeigen, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass es in den Religionen nicht nur positive Ausrichtungen gibt. In einem Reisebericht habe ich gelesen „So viele Finger an der Hand so viele Wege zu Gott.“ (So in etwa.) Einfacher ausgedrückt, wie ich eine Schrift verstehe so glaube ich.
    Ich bitte Sie an dieser Stelle nochmals, mir zu erklärern was sie mit „abrahamitischen Religionen“ meinen. Und was die Wurzel der „abrahamitischen Religionen“ ist.

    Danke dafür.

    • @ Biene

      geh doch einfach mal mit den cursor nach rechts oben, dort den suchbegriff “abrahamitischen Religionen” in der engabemarkierung eingeben und die enter taste betätigen. je nach voreinstellung der suchmaschine, wird dir deine suche auf einer neuen seite unzählige treffer anzeigen. dort findest du auch einen link der dich nach wikipedia führt. dort angekommen kannst du lesen was allgemein unter deinen suchbegriff zu verstehen ist.
      bestimmt konnte ich dir mit diesen angaben weiter helfen, nur bei dem problem „wie ich eine Schrift verstehe so glaube ich„musst du dir selber helfen und dich auch fragen: was verstehe ich…

      • Danke für den Hinweis, fuchsimschnee. Jedoch wollte ich darauf hinaus, dass Herr Datko es mir erklärt, da er diesen Begriff sehr selbstverständlich verwendet und sich geradezu daruf versteift.
        Mir ist von Hinduisten und Buddhisten ebenfalls bekannt, dass sie sich gegenseitigt an den Kragen gehen und auch jeweils andere Religionen (Minderheiten) angreifen. Von dieser Tatsache berichtet uns Herr Datko leider nichts.

  6. Ich will mich mit dem Dattko nicht streiten. Allerdings muss ich feststellen, dass der Artikel vollkommener Quatsch ist. Die IS macht halt das, was im Koran steht. Nicht mehr und nicht weniger. Man muss schon ziemlich verblendet sein, wenn man als Religionswissenschaftler eine derartige gequirlte Sch.. von sich ablässt.

    • Zitat: „Man muss schon ziemlich verblendet sein, wenn man als Religionswissenschaftler eine derartige gequirlte Sch.. von sich ablässt.“

      Das im Artikel intendierte Anliegen mag ehrenwert sein, die Aussagen sind aber nicht wissenschaftlich, sondern aus dem römisch-katholischen Dunstkreis.

      Die abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind gefährlich, sie versuchen dem Menschen das Selbstbestimmungsrecht zu stehlen. Man denke nur an die bestialische Beschneidung von Jungen im Judentum und Islam.

  7. Danke g.h.. Habe eigentlich gleich gesagt, dass ich vom Dattko nix wissen will. Wegen mir darf jeder seine Religion ausleben – aber die Moslems sollen das doch bitte in ihren Heimatländern machen.

  8. Fragen wir einfach mal einen Ex-Moslem, ob er es gleich wie der pseudo-Wissenschaftler sieht… http://www.welt.de/politik/article1500196/Der-Terror-kommt-aus-dem-Herzen-des-Islam.html

  9. @mehrnachdenken
    Die natürlich erlaubte Frage „Warum lässt Gott das zu?“ ist für viele Menschen, die ich kenne, von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Existenz Gottes geht. Meine Gedanken dazu sind folgende:
    Gott hat allein den Menschen mit einem Verstand, einem freien Willen und der Fähigkeit, zwischen gut und böse zu unterscheiden, geschaffen. Darum trägt dieser für sein Tun auch Verantwortung und kann zur Rechenschaft gezogen werden.
    Wenn Gott immer eingreifen würde, wenn der Mensch Böses plant oder tut, wäre die Schöpfung Mensch absurd, weil dieser dann nur Marionette wäre, an deren Fäden Gott immer zieht, wenn eine falsche Richtung eingeschlagen wird. Sein Geschöpf wäre nicht wirklich ein Wesen, das frei entscheiden und Verantwortung tragen kann.
    Gott möchte zwar – so lehrt es die Bibel – dass der Mensch sich für das Gute entscheidet. Seine Gebote sind eine Richtschnur. Aber auch sie wären überflüssig, wenn Gott an den Fäden zöge, sobald der Mensch nicht handelt wie erwünscht.
    Außerdem steckt in der Frage, warum Gott dies oder jenes zulassen konnte, die Vorstellung, Gott müsse den großen Aufpasser spielen. Er sei der himmlische Dienstleister, der menschliche Fehler korrigiert und Schlimmes verhindert.
    Damit erteilen die Menschen ihm ein Gebot, das jeder mit seinen Wünschen und Nöten füllen kann. „Warum hat Gott zugelassen, dass mein Kind stirbt?“, könnte eine Mutter fragen. „Warum lässt Gott diesen mörderischen Bürgerkrieg zu?“ fragen sich vielleicht Menschen in der Ukraine. Denkbar ist sogar, dass ein glühender Fußballfan fragt: „Warum hat Gott zugelassen, dass unser Verein dieses wichtige Spiel verliert, wo ich doch noch extra zu ihm gebetet habe, dass er uns gewinnen lassen möge?“

    Ob es einen Gott gibt oder nicht, weiß ich ebenso wenig wie Sie und andere. Ich wollte nur erklären, dass und weshalb für mich die Frage „Warum lässt Gott das zu?“ bedeutunglos ist. Hoffentlich habe ich meine Gedanken halbwegs verständlich rüberbringen können.

    • Frau Prasuhn, haben Sie herzlichen Dank für Ihre Gedanken zu der Frage: „Warum lässt Gott das zu?“

      „Gott hat allein den Menschen mit einem Verstand, einem freien Willen und der Fähigkeit, zwischen gut und böse zu unterscheiden, geschaffen. Darum trägt dieser für sein Tun auch Verantwortung und kann zur Rechenschaft gezogen werden.“

      Die Argumentation mit dem „freien Willen“, der uns die Wahl lässt, an einer Kreuzung nach links ins Verderben oder nach rechts ins Glück abzubiegen, habe ich schon oft gehört.

      Da ich nicht an die Schöpfungsgeschichte mit uns Menschen als der Krönung des Ganzen glaube, entfällt für mich auch die Prämisse mit dem „freien Willen“.
      Selbst wenn ich daran glaubte, würden damit ganz viele Phänomene nicht zu erklären sein.
      Da entscheidet sich bspw. jemand für die korrekte Autobahnauffahrt, wird aber von einem Geisterfahrer in den Tod gerissen.
      Vielleicht ist der so genannte freie Wille aber nichts weiter als eine geniale Konstruktion, uns Menschen für alle Taten verantwortlich zu machen, und einen möglichen Gott von jeglicher Verantwortung freizusprechen, so nach dem Motto: „Was habe ich damit zu tun? Du hast dich ja entscheiden können.“

      Ganz ernsthaft: Wozu soll so etwas wie das Christentum gut sein, wenn es einem möglichen Schöpfer sowieso vollkommen egal zu sein scheint, wie es auf dieser Erde zugeht?

      • Mir kommt eine Frage zu Ihrer Situation: „Da entscheidet sich bspw. jemand für die korrekte Autobahnauffahrt, wird aber von einem Geisterfahrer in den Tod gerissen.“
        Ich stelle mireine andere Situation vor: Da gerät jemand in ein Inferno und sagt hinterher, dass sein Überleben ein Wunder sei. Er müsse wohl einen Schutzengel gehabt haben.
        Über Gott sagen meiner Meinung nach beide Situationen nichts aus.
        Mir kommt es so oder so falsch vor, Gottes Existenz an menschlichen Maßstäben oder Kriterien zu messen. Wenn es einen Gott gibt, dann kann ich ihm nicht in die Karten gucken, ist meine Vorstellung. Dazu reicht mein Horizont nicht. Ich ginge letztlich immer nur von der Überlegung aus, was ich tun würde oder müsste, wenn ich an Gottes Stelle wäre. Dasselbe machte ich ihm dann zur Pflicht, was mir anmaßend vorkäme.

    • Zitat: „Die natürlich erlaubte Frage “Warum lässt Gott das zu?”“

      Die Frage ist falsch, es gibt keinen Gott!

      • Zitat:
        „• Man glaubt gar nicht, wieviel man glauben muß, um ungläubig zu sein.
        Michael von Faulhaber“

        Zitat: “Die natürlich erlaubte Frage “Warum lässt Gott das zu?””
        Also glaubt der Fragende erstmal an die Existenz eines höheren Wesens,
        aber er versteht es in diesem Punkt nicht.

        • Am Ende meiner Ausführungen (06.10.14/10.46 h) steht:

          „Da darf es doch erlaubt sein, an der Existenz eines Gottes zu zweifeln, oder?“

          Wieso schließen Sie daraus, dass ich an der „Existenz eines höheren Wesens“ glaube?

  10. Das ist aber reichlich naiv, ein naturwissenschaftliches Weltbild als Heilsversprechen auszurufen. Formal ist das nichts anderes als die Heilsversprechen der großen Religionen. Kritisches Denken verfolgt z.B. alles andere als den „Glauben“ an ein naturwissenschaftliches Weltbild zu dogmatisieren.
    Abgesehen davon ist die pauschale Verwendung des Gottesbegriffes für alles, was inzwischen darunter verstanden wird, eine erschreckende Vereinfachung.

  11. Der französische Philosoph Louis Cattiaux (1904-1953) in “Die Wiedergefunde Botschaft” (Verlag Herder, Basel, 2010, S.103): «Keine Religion hat das Monopol Gottes inne, denn er ist einzig und sie sind verschieden».

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*