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„Sexuelle Vielfalt“ im Unterricht: Petitionen gegen Bildungsplan findet im Landtag kein Gehör

STUTTGART. Der Petitionsausschuss des Landtags hat sich mit mehreren Eingaben zum Thema sexuelle Vielfalt im Schulunterricht befasst. Eine Petition, die sich gegen den Entwurf des Bildungsplans 2015 richtete, wurde abgelehnt, wie die Vorsitzende des Gremiums, Beate Böhlen (Grüne), in Stuttgart mitteilte. Zur Begründung hieß es, dass die Landesregierung an ihrem Ziel festhalte. «Deshalb hat der Petent mit seinem Anliegen keinen Erfolg.»

Die Gegner kämpfen gegen das Vorhaben von Grün-Rot, das Thema sexuelle Vielfalt durch den neuen Bildungsplan stärker im Unterricht zu verankern. Die dazu eingereichte Gegenpetition sei im Ausschuss für erledigt erklärt worden. Denn dabei handelte es sich um Unterstützer der Pläne des Kultusministeriums. dpa

Zum Bericht: Grün-Rot will Thema Sexualität im Bildungsplan neu einordnen

10 Kommentare

  1. So geht man mit Petitionen um: ablehnen und fertig. Früher war Grüne Politik anders …

  2. Ich bin kein Fan der Gegner…aber das ist ja wohl mal kein Umgang mit Demokratie und Meinungsvielfalt.
    Unerhört, und das von den Grünen…armes BaWü.

      • Der Autor der ursprünglichen Petition kam im Zuge einer Forschungsarbeit auf das Thema und hat eine sehr differenzierte Begründung dazu gegeben. Wichtigster Inhalt der Petition ist ja, dass die Leitprinzipien zur Bildungspolitik transparent und unter gewichteter Berücksichtigung ALLER Formen von Diskriminierung erarbeitet werden sollen; allerdings haben fast alle Medien darüber sehr obrigkeitshörig und einseitig „berichtet“. „Lautstarke Minderheiten“ scheint mir keine zutreffende Beschreibung zu sein. Wer bei Demos dabei war, hat erlebt, wer da laut schreit und Diskussion verhindern will.

      • Es ist bekannt, dass die Stuttgarter Zeitung tendenziös und „linientreu“ berichtet, auch über die bisherigen Demos gegen den Bildungsplan.
        Und die angebliche „Mehrheit“, auf die Sie hier verweisen, wurde in den Glauben gewiegt, es ginge bei dem Bildungsplan nur um eine lobenswerte Erziehung zur Toleranz.
        Wenn Sie schon auf Minderheiten verweisen, dann bitte doch auf diejenigen, die den Bildungsplan mit ihren Interessen beherrschen, und das sind die Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen Personen (kurz: LSBTI), deren Lobbyvertreter ganze Arbeit geleistet haben.
        Oder bilden diese Gruppen im Vergleich zu den heterosexuellen Menschen etwa die Mehrheit?

  3. Danke für den link zur Stuttgarter Zeitung – da liest man, dass die Umfrage von Campact stammt. Das ist kein Meinungsforschungsinstitut, sondern eine internetbasierte Kampagnenorganisation für „grüne“ Politik. Die SZ verzichtet darauf, das zu erwähnen … Man wüsste doch gerne, wie die Fragen aussahen.

    • Was haben Sie mehr oder Besseres anzubieten, als die Stuttgarter Zeitung? Nichts.

      Sie tun exakt das, was ich erwartet habe: Sie versuchen, die Nachricht durch Geraune und Spekulationen über die Herstellung der Umfrageergebnisse zu diskreditieren. Genauso gut könnten Sie darüber grübeln, wie wohl die Petition zustande kam und welchen Stellenwert sie hat. Leider bleibt das aus. Die Versuche, sich als „eigentliche Mehrheit“ zu präsentieren, die durch „die Medien“ nicht zu Worte kommt, haben etwas komisch Verzweifeltes. Merken sie nicht, dass das leicht durchschaubar ist?

      • Es ist sehr zeitaufwendig, gerade bei diesem Thema, durch Lesen vieler Internetseiten aus verschiedenen Lagern sich alle Informationen zusammenzupuzzeln. Die Zeit dafür haben wohl wenige. Die „eigentliche Mehrheit“ wird wohl ihre Lokalzeitung lesen und SWR hören und sich ihre Meinung durch die dort vertretene, sehr klar der Regierung zuneigende Sichtweise prägen lassen.
        Sie haben recht, dass man darüber verzweifeln könnte.

        Sicher haben Sie die Diskussion unter dem zitierten Artikel der SZ gelesen; dort war eine Frage aus der Umfrage zitiert:
        „Er [=Thomas Hitzlsperger] möchte, dass Menschen ihre sexuelle Präferenz im Profisport ebenso wie in anderen Lebensbereichen nicht verstecken müssen. Wie finden Sie dies?“

        Angenommen, das wurde tatsächlich gefragt – würden Sie dann sagen, dass die Umfrage sich auf sachliche Weise mit dem „Bildungsplan“ auseinandersetzt? Oder würden Sie sagen, dass diese Frage durch Wortwahl und Thematik etwas Suggestives hat?

  4. Sie haben doch die Stuttgarter Zeitung selbst ins Spiel gebracht, was soll also jetzt das süffisante Genörgel?
    „Campact“ ist genau das, was Reinhard sagt und auf Campact beziehen sich nun mal die Stuttgarter Nachrichten. Dass es Sie stört, wenn jemand diese Tatsache ins Spiel bringt, ist nachvollziehbar. Müssen Sie diesem Jemand deswegen aber gleich wieder am Zeug flicken?
    Übrigens habe ich in einem simplen Einführungskurs in Rhetorik vor Jahren gelernt, wie wirkungsvoll es ist, dem Meinungsgegner in einem Streitgespräch vor Zuhörern etwas in Frageform zu unterstellen. Diesen einfachen Kunstgriff führen Sie am Schluss Ihres Kommentars beispielhaft vor: „Merken Sie denn nicht, dass…?“
    Im Gegenzug sieht das dann so aus: „Storb, merken Sie denn nicht, wie schrecklich durchschaubar Sie in Ihren Manövern sind?“

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