Startseite ::: Nachrichten ::: Studie: Machtverzicht fördert die Lehrer-Schüler-Beziehung

Studie: Machtverzicht fördert die Lehrer-Schüler-Beziehung

BRAUNSCHWEIG. Forscherinnen der TU Braunschweig haben Machtverhältnisse im Unterricht untersucht. Ein Vertrauensvorschus kann sich demnach für Lehrer auszahlen.

Die Haltung und das Handeln von Lehrern sind für die Qualität der Beziehung von Schülern und Lehrern wirksamer als häufig angenommen. So lautet das Kernergebnis einer aktuellen Schulpsychologischen Studie der TU-Braunschweig, für die Melanie Misamer und  Barbara Thies Handlungsmuster von Lehrern analysiert haben.

Vertrauen Schüler ihren Lehrern, erhöht das ihre Leistungsbereitschaft. Foto: audio-luci-store.it/Flickr CC BY 2.0

Vertrauen Schüler ihren Lehrern, erhöht das ihre Leistungsbereitschaft. Foto: audio-luci-store.it/Flickr CC BY 2.0

Formal liegen die Machtverhältnisse zwischen Lehrern und Schülern eigentlich klar. Ist ein Lehrer jedoch darum bemüht, ein Vertrauensverhältnis zwischen sich und den Schülern zu fördern, sollte er eine Vertrauensvorleistung aus der ranghöheren Position heraus realisieren, um die Vertrauensentwicklung anzustoßen, raten die Autorinnen der Studie. Diese Vorleistung könne beispielsweise im Übertragen von Verantwortung und einem schrittweise stattfindenden Verzicht auf Kontrolle bestehen.

Häufig würden Schüler diesen Verzicht als eine um Gerechtigkeit bemühten Haltung ihres Lehrers interpretieren und könnten dann zeigen, dass sie das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen. Somit entstehe über die Wahrnehmung gerechten Verhaltens der Lehrperson ein reziproker Kreislauf gegenseitigen Vertrauens.

Eine gelungene Vertrauensbeziehung bringe weitere Vorteile mit sich, so die Forscherinnen. Vertrauen erfülle eine strukturierende und stabilisierende Funktion und erhöhe damit grundsätzlich, Motivation und Leistungsbereitschaft von Schülern. (pm)

Abstract der Studie

2 Kommentare

  1. Etliche Eltern können sich auch eine Scheibe von dieser Studie abschneiden und auch den Lehrern einen Vertrauensvorschuss geben. Schließlich wissen die meisten Lehrer genau, was sie wie und mit welchem Ziel unterrichten.

  2. Diese Studie ist an Banalität kaum zu überbieten.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*