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AWO-Mitarbeiter vor neuer Tarifrunde im Warnstreik

DÜSSELDORF. Vor der fünften Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi den Druck auf den Arbeitgeber erhöht. In Kindergärten, Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen und bei der Betreuung von Schulkindern hätten an Mittwoch landesweit rund 3000 Menschen die Arbeit niedergelegt, sagte ein Verdi-Sprecher. An einer Kundgebung der Gewerkschaft in Köln hätten sich rund 2500 AWO-Beschäftigte beteiligt.

Verdi und der AWO-Arbeitgeberverband wollen an diesem Donnerstag in Düsseldorf erneut versuchen, eine Einigung zu erreichen. Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer warf der Arbeitgeberseite vor, sie habe sich seit der zweiten Verhandlungsrunde «keinen Zentimeter bewegt». Dagegen habe Verdi zwei Kompromissvorschläge eingebracht. Cremer forderte den Arbeitgeberverband auf, «endlich ein Angebot vorzulegen, über das sich zu verhandeln lohnt».

Die Gewerkschaft will für die insgesamt 36 000 AWO-Beschäftigten in NRW die Übernahme des Tarifs des Öffentlichen Dienstes erreichen. Dort gab es im März drei Prozent mehr, mindestens aber 90 Euro, außerdem im kommenden Jahr zum März noch einmal 2,4 Prozent mehr. dpa

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