Baden-Württembergs Busunternehmer wollen mehr Geld für Schülerbeförderung

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STUTTGART. Der Verband der privaten Omnibusunternehmer (WBO) hält an seiner Forderung für mehr Geld für die Schülerbeförderung auf dem Land fest.

Eine Reform der Finanzierung war in diesem Jahr von der grün-roten Landesregierung verschoben worden. Das Thema müsse aber in der nächsten Legislaturperiode angegangen werden, sagte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber.

Schulbus in einer ländlichen Flusslandschaft
In ländlichen Räumen fahren Schüler oft weite Strecken mit dem Bus zur Schule. Foto: Thomas Kohler / flickr (CC BY-SA 2.0)
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Bislang bekommen die Busunternehmer aus dem aktuellen Landeshaushalt für die Schülerbeförderung vom Land gut 200 Millionen Euro – unter anderem für vergünstigte Schülertickets, so Weber. Angesichts sinkender Schülerzahlen und der Zusammenlegung von Schulstandorten reiche das aber nicht aus, so Weber. Er schätze den Mehrbedarf in Zukunft auf etwa ein Viertel mehr – also gut 50 Millionen Euro. Mit allen Mitteln wehre sich der Verband gegen den ursprünglichen Plan der Landesregierung, die Gelder komplett über die Landkreise zu verteilen. Bislang gehen Weber zufolge gut 200 Millionen Euro an die Kreise – davon komme aber nicht alles bei den Unternehmern an.

Der Verband habe deshalb einen eigenen Verteilmechanismus erarbeitet, damit weniger lukrative Verbindungen auf dem Land gestützt werden, so Weber.  Dieser sei jedoch am Widerstand der Ballungsräume gescheitert. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) liegt im Südwesten etwa zur Hälfte in privater Hand, den Rest übernehmen die Kommunen. (dpa)

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