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Bundesweiter Tarif für angestellte Lehrer gefordert: GEW eröffnet Tarifrunden 2015

WUPPERTAL. Die Tarifrunden 2015 für die Angestellten im Bildungssektor sind eröffnet. „Die GEW wird sich im nächsten Jahr den zentralen Herausforderungen in der Tarifpolitik stellen“, kündigte die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Dorothea Schäfer an bei einer Auftaktveranstaltung in der Wuppertaler Stadthalle an, zu der rund 200 Gewerkschafter erschienen waren.

Gibt es bald wieder Streiks - wie im vergangenen Jahr? Foto: GEW BERLIN

Gibt es bald wieder Streiks – wie im vergangenen Jahr? Foto: GEW BERLIN

Mit diesen Kernforderungen geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in die kommenden Tarifrunden für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes: Die Arbeit der Erzieherinnen in den Kindertageseinrichtungen solle endlich aufgewertet werden und deshalb für sie und für alle anderen Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes, wie zum Beispiel die Schulsozialarbeiter und Sozialpädagogen der Kommunen, die Entgeltordnung verbessert und modernisiert werden. Außerdem: Neben einer kräftigen Entgelterhöhung für die Tarifbeschäftigten in den Ländern soll es nach nun monatelangen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte geben.

„Gerade für NRW mit der im Westen höchsten Anzahl angestellter Lehrkräfte ist es von besonderer Bedeutung, dass die öffentlichen Arbeitgeber endlich den Weg zur Tarifierung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte freimachen“, sagte Schäfer weiter und meinte: „Für ihre verantwortungsvolle und gesellschaftlich wichtige Arbeit bekommen Erzieherinnen, Erzieher und alle anderen sozialpädagogischen Fachkräfte zwar viel Zuspruch, aber viel zu wenig Geld.“ Die GEW-Landeschefin appellierte an die Solidarität der (verbeamteten) Kollegen: „Unsere Ziele können wir nur durchsetzen, wenn wir als Beschäftigte im öffentlichen Dienst zusammenstehen und uns gemeinsam für unsere Forderungen einsetzen.“  Vom Abschluss einer Entgeltordnung würden bundesweit rund  200.000 angestellte Lehrkräfte, 40.000 davon in NRW, profitieren. News4teachers

Zum Bericht: Endlich: GEW verhandelt mit Ländern über Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte

Ein Kommentar

  1. Neben den Entgeltunterschieden zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten mit gleichen Tätigkeitsmerkmalen gibt es ja noch weitere Ungerechtigkeiten im ÖD, die die gewerkschaft und die Lehrerverbände geflissentlich übersehen.

    Beamte arbeiten im Landesdienst 41 Stunden pro Woche, Regierungsbeschäftigte und andere Tarifbeschäftigte arbeiten 38,5 Stunden je Woche. Das sind rd. 4% weniger. Lediglich Lehrkräfte arbeiten unabhängig vom Status die gleiche Wochenstundenzahl. Für tarifbeschäftigte Lehrkräfte heißt das, für 4% mehr Arbeitsleistung je Woche gibt es im Monat erheblich weniger Entgelt.

    Da gibt es noch viel zu verhandeln …

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