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Eltern fordern Hortplatz-Garantie bis zur siebten Klasse

PLAU AM SEE. Bislang ist nach der vierten Klasse Schluss. Doch zur Entlastung berufstätiger Eltern sollen Kinder in Mecklenburg-Vorpommern länger in den Hort gehen können. Der Landeselternrat will außerdem für ein einheitliches System der Berufsorientierung ein. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf dürften nicht von vornherein auf niedrig-qualifizierte Berufe festgelegt werden.

«Auch Fünft- und Sechstklässler sind noch klein» befindet der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern und fordert mehr Hortplätze. Foto: Metropolitan School / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

«Auch Fünft- und Sechstklässler sind noch klein» befindet der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern und fordert mehr Hortplätze. Foto: Metropolitan School / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Der Landeselternrat hat einen Rechtsanspruch auf Hortbetreuung für alle Schulkinder bis zur sechsten Klasse in Mecklenburg-Vorpommern gefordert. Die Berufstätigkeit vieler Eltern erfordere eine ganztägige Betreuung der Kinder, sagte die Landesvorsitzende Claudia Metz nach der Herbstplenartagung des Landeselternrates am Samstag in Plau am See.

Bisher gebe es nicht überall im Land genügend Hortplätze. So komme es in Rostock vor, dass Eltern keinen Betreuungsplatz für ihr Grundschulkind bekämen. Auch aus Greifswald seien ihr Probleme bekannt, sagte Metz. Bisher können Schüler in Mecklenburg-Vorpommern bis Klasse vier nach der Schule im Hort betreut werden. «Auch Fünft- und Sechstklässler sind noch klein», sagte Metz.

Für die Berufsorientierung der Schüler forderte der Landeselternrat ein landesweit einheitliches System. Die Schulen müssten dafür entsprechend personell ausgestattet werden, heißt es in einer Resolution, die in Plau am See verabschiedet wurde. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf dürften nicht von vornherein auf niedrig-qualifizierte Berufe festgelegt werden.

Die Unternehmen müssten Schülern frühzeitig und vielfältig Einblicke in die Arbeitswelt geben. Die Rolle der Arbeitgeber dürfe sich nicht darauf beschränken, ausbildungsfähige Schulabgänger zu abzufordern. «Die betriebliche Ausbildung muss so organisiert werden, dass kleine und große Unternehmen gleichermaßen in der Lage sind, attraktive Ausbildungsplätze zu bieten», heißt es in der Resolution weiter. Dabei sehe der Landeselternrat Kammern und Interessenverbände besonders in der Pflicht. (dpa)

Ein Kommentar

  1. Ach, schon wieder neue Rechtsansprüche

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