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Fachtagung will Bedeutung bürgerschaftlicher Erziehung an Schulen hervorheben

BERLIN. „Bürgerschaftliches Engagement hat im Bereich Bildung und Schule – sowohl als Bildungsziel als auch als Bildungsort – an Bedeutung gewonnen“, heißt es in der Broschüre zur Fachtagung „Schule der Bürgergesellschaft – Bürgerschaftliche Perspektiven für moderne Bildung und gute Schulen“. Die Organisatoren wollen am 27. November im dbb-Forum in Berlin Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft ins Gespräch bringen und die Bedeutung von Civic Education, bürgerschaftlicher Erziehung, für den Bildungsauftrag herausheben.

Mit der Fachtagung will das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement gemeinsam mit weiteren Organisationen die Förderung von "Civic Education" vorantreiben. Screenshot vonwww.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/themen_materialien/pg2_material/flyer_schule-buergergesellschaft_20141022-kompr.pdf

Mit der Fachtagung will das BBE gemeinsam mit weiteren Organisationen die Förderung von “Civic Education” vorantreiben. Screenshot von www.b-b-e.de

Die Fachtagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung, des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Freudenberg Stiftung, der Stiftung Bildung und Gesellschaft im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Stiftung Bildung und des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit seiner Arbeitsgruppe „Bildung und Qualifizierung“.

Auf der Veranstaltung soll das kürzlich im BBE-Koordinierungsausschuss verabschiedete Impulspapier der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann, überreicht und mit hochrangigen Vertreten aus Bund und Ländern diskutiert werden. Darin beschreibt das BBE zunächst einmal sein Anliegen, Kinder zu kompetenten, mündigen Bürgern erziehen und ausbilden zu wollen: „Im Begriff ‚Civic Education‘ bündeln sich Ansätze und Strategien der politischen Bildung, der Stärkung von Partizipation von Kindern und Jugendlichen, der demokratischen Gestaltung des Alltags in pädagogischen Einrichtungen sowie der Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. Civic Education zielt auf die Ausbildung von Haltungen, Bereitschaft und Fähigkeiten zur Mitbestimmung in und Mitgestaltung von unserer Gesellschaft.“

In den zurückliegenden Jahren seien zwar zahlreiche Annäherungen zwischen Schule und Bürgergesellschaft erzielt worden, aber Engagement und Partizipation seien bislang noch nicht selbstverständlicher Teil schulischen Alltags und schulischer Kultur. Daher gibt das Impulspapier Handlungsempfehlungen für erforderliche nächste Entwicklungsschritte. „Verbunden ist damit die Hoffnung, der Diskussion um eine ‚Schule der Bürgergesellschaft‘ einen entscheidenden Schub zu geben und bürgerschaftliche Reformperspektiven in unserem Bildungssystem zu stärken.“ Es handelt sich dabei um zehn Impulse für die Politik in Bund und Ländern zur Förderung von Civic Education, die auch Thema der Fachtagung sein sollen.

Für eine innovative Bildungspolitik brauche es im Kern eine Öffnung der Schule nach außen und innen, eine demokratiepädagogische Entwicklung der Schulkultur sowie die Verknüpfung von formaler, nonformaler und informeller Bildung, so die Organisatoren. Interessenten können sich bis zum 12. November per E-Mail (tagungsbuero@b-b-e.de) oder telefonisch anmelden (030/62980108). Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei.

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Ein Kommentar

  1. Wunderbar – nach all dem bildungspolitischen Stillstand der letzten Jahre brauchen wir endlich mal neue Ziele und Impulse!

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