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Gemeinsames Zentralabitur: Brandenburger Schüler schlagen Berliner um eine Nasenlänge

POTSDAM/BERLIN. Um 0,1 Punkt unter dem ihrer Berliner Kollegen liegt der Notendurchschnitt der brandenburgischen Schüler im gemeinsamen Zentralabitur beider Länder. Bei den einzelnen Fächern ergibt sich ein differenziertes Bild.

Brandenburger Schüler haben beim Zentralabitur 2014 minimal besser abgeschnitten als ihre Berliner Mitstreiter. So lag der Notendurchschnitt in der Mark bei 2,3 und in der Bundeshauptstadt bei 2,4. Das gehe aus Detailauswertungen der Abiturprüfungen hervor, bestätigten die Sprecher der beiden Bildungsverwaltungen einen Bericht der «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Samstag).

Ob mit Kurssystem oder ohne, die Leistungen der Abiturienten aus Berlin und Brandenburg liegen bei gleichen Maßstäben eng beieinander. Foto: wilhei55 / Flickr (CC BY 2.0)

Ob mit Kurssystem oder ohne, die Leistungen der Abiturienten aus Berlin und Brandenburg liegen bei gleichen Maßstäben eng beieinander. Foto: wilhei55 / Flickr (CC BY 2.0)

In Berlin und Brandenburg werden in Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch weitgehend die gleichen Aufgaben gelöst. Danach hatten die Brandenburger in Deutsch und Englisch die Nase vorne, die Berliner schnitten in Mathematik besser ab. In Französisch lagen beide gleich auf.

Brandenburg hatte 2012 die Grund- und Leistungskurse in der Abiturstufe abgeschafft, weil es dafür vor allem in Randregionen zu wenige Schüler und Lehrer gibt. In den neuen Kursen wird für alle eine Wochenstunde weniger unterrichtet. Berlin hält an dem tradierten Kurssystem fest. (dpa)

zum Bericht: Gymnasialdirektoren: „Die föderale Bildungspolitik ist gescheitert“ – sie fordern Deutschland-Abi

5 Kommentare

  1. es wär‘ mal spannend, wenn Sachsen und Berliner gemeinsam Abi schreiben könnten.

  2. … ja aber nur, wenn sie vorher 12 Jahre lang untergleichen – und nicht nur schulischen Bedingungen – gelebt haben und unterrichtet worden sind.

    Was nützt Ihnen der vergleich eines Zeitrennens, wenn der eine auf einem Hindernisparcour und der andere auf einer gut ausgebauten Landstraße startet? Oder sind Sie ggf, der meinung die schulischen Ergebnisse innerhalb Berlins seien vergleichbar – etwa zwischen Dahlem und Hellersdorf-Marzahn?

    • – Eine Landesregierung organisiert ihr Schulsystem, so, wie sie meint, dass es die optimalen Ergebnisse bringt. Danach könnte die Fähigkeiten der so unterrichteten Menschen mit denen aus einem anderen Schulsystem verglichen werden.

      – Richtig, innerhalb Berlins gibt es vermutlich verschiedene soziale Bedingungen, dennoch schreiben alle zu den selben Abituraufgaben. Nur so gibt es Gerechtigkeit: gleiche Anforderung für alle. Denn Abitur ist der Schlüssel zum Studienplatz. Studienplätze sind teuer, ein Luxus, den eine wohlhabende Gesellschaft den besten gewähren kann, damit sie anschließend etwas für die Gesellschaft leisten. Wenn also die einen ein leichtes, die anderen (weil sie in … aufwuchsen) ein schweres Abitur hätten, fänden Sie das gerechter?

      • Milch der frommen Denkungsart

        Ebendieses Hintertürchen würden sich vermutlich im Falle eines etwa einzuführenden bundesweiten Zentralabiturs alle jene Länder offenhalten wollen, die befürchten müssten, daß das Gros ihrer Schüler mit Bayern oder Sachsen nicht mithalten könnte: man wird sich
        letztlich unter Verweis auf die Milieuunterschiede einem Wettbewerb entziehen, da man
        das gymnasiale Eignungs- wie Leistungsprinzip jahrelang und sehenden Auges negiert hat.

  3. Was bedeutet eigentlich „weitgehend die gleichen Aufgaben“ bei gleichzeitiger Abschaffung der Gund- und Leistungskurse in Brandenburg? Die Vergleichbarkeit hält sich aufgrund der arg unterschiedlichen Stundenzahlen in sehr engen Grenzen.

    Die Begründung ist auch wieder typisch: Wir schaffen etwas gut laufendes und ersetzen es durch die Gleichmacherei, weil die Personalknappheit das nicht erlaubt. Lehrer dürften sich mit attraktiven Arbeitsbedingungen und guter Bezahlung locken lassen.

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