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GEW: „Wir brauchen endlich eine Ausbildungsgarantie“

FRANKFURT AM MAIN. Die Übergänge von Schule in Ausbildung müssen dringend verbessert werden. Das mahnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf den Migrationsbericht und fordert eine Ausbildungsgarantie.

GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Foto: Foto: Kay Herschelmann

Betriebe müssen auf junge Mensche mit Migrationshintergrund zugehen, sagt GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Foto: Foto: Kay Herschelmann

„Es ist gut, dass immer mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund Schulabschlüsse machen. Doch das ist nur die halbe Miete, wenn den Schulabsolventinnen und -absolventen der Einstieg ins Berufsleben verwehrt bleibt. Wir brauchen passgenaue Unterstützungssysteme, die ihnen den Weg in die Ausbildung ebnen. Im sogenannten Übergangssystem gehen viel zu viele junge Menschen, insbesondere auch mit Migrationshintergrund verloren“, sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft, Marlis Tepe.

Sie mahnt die Arbeitgeber, mehr Ausbildungsplätze als in der Vergangenheit bereitzustellen. „Außerdem müssen die Betriebe gezielt auf junge Menschen mit Migrationshintergrund zugehen, statt sie durchs Raster fallen zu lassen. Wir brauchen endlich eine Ausbildungsgarantie, die allen jungen Menschen das Recht auf einen Ausbildungsplatz sichert.“

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Zum Bericht: GEW will eine Ausbildungsgarantie für junge Menschen

Titelbild: BIBB

3 Kommentare

  1. Da hat jemand wohl die Vorraussetzungen für eine berufliche Ausbildung vergessen: ohne den entsprechenden Schulabschluss geht nichts, auch ein Studium ist dann nicht einfach zu bekommen. Darüberhinaus darf nicht vergessen werden, dass nicht jeder Absolvent (beide Gechlechter sind gemeint) nach der Schule für eine Ausbildung bereit ist. Über die Gründe für diesen Umstand lässt sich diskutieren, allerdings wissen einige auch noch nicht genau, was sie beruflich erlernen möchten.

    • Mal angenommen, diese Garantie wird eingeführt (so wie das Leistungsschutzrecht durchlobbyiert wurde, ist alles möglich). Dann müsste jedem Jugendlichen ja nur ein Ausbildungsplatz _angeboten_ werden. Branche, Neigung, Ort usw. spielen da keine Rolle. Mit anderen Worten ist das viel PR um wenig.

      • Vor allem ist es mal wieder edle Selbstdarstellung der GEW.
        Sie sollte lieber dafür sorgen, dass die Schüler in den Schulen noch genügend Grundwissen und -können erwerben anstatt auf allen möglichen Hochzeiten zu tanzen, die ihnen fürs (Berufs)Leben nichts bringen.
        Solide Schulabschlüsse garantieren Ausbildungsplätze, auch die für junge Leute mit Migrationshintergrund.
        Firmen verpflichten zu wollen, eigene und politische Fehler auszubügeln, ist ziemlich dreist. Aber das Eingeständnis eigenen Versagens war noch nie die Stärke der GEW.

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