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Mit dem Praxissemester gegen den Praxisschock

DORTMUND. Werdende Lehrer sollen in Nordrhein-Westfalen künftig schon im Studium fünf Monate die Alltagspraxis kennenlernen. Die ersten treten 2015 an.

NRW startet 2015 mit einer praxisorientierten Lehrerausbildung. «An allen Lehrer bildenden Universitäten beginnt das Praxissemester», sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) in Dortmund. Studenten verbringen fünf Monate hauptsächlich in der Schule. «Mit diesem neuen Format wollen wir die Möglichkeit eröffnen, bereits im Studium die realen Anforderungssituationen des Lehrerberufs, die Herausforderungen, aber auch die Freuden, intensiv über einen längeren Zeitraum kennenzulernen. NRW trägt damit der jahrzehntelang formulierten Kritik der Praxisferne der Lehrerausbildung Rechnung», sagte Löhrmann.

Nordrhein-Westfalens Lehramtsstudenten sollen die Alltagspraxis künftig früher kennenlernen. Foto: Jirka Matousek / flickr (CC BY 2.0)

Nordrhein-Westfalens Lehramtsstudenten sollen die Alltagspraxis künftig früher kennenlernen. Foto: Jirka Matousek / flickr (CC BY 2.0)

Studentenvertreter hatten sich grundsätzlich positiv zum Praxissemester geäußert, allerdings auf die mögliche finanzielle Mehrbelastung für die Studenten hingewiesen, beispielsweise durch Fahrtkosten. Mit einer Online-Petition hatten Studenten der TU-Dortmund eine finanzielle Unterstützung für das Praxissemester gefordert. Mehr als 6.000 Unterzeichner unterstützten die Forderung. Eine Vergütung für das Praxissemester ist aber bislang noch nicht geplant. (dpa)

zum Bericht: Studie gibt gute Noten für verkürztes Lehrer-Referendariat

2 Kommentare

  1. Ist eine Supersache – die Schulen haben in ihren Lehrerzimmern schon ganz selten Platz die Referendare angemessen unterzubringen. Jetzt kommen noch die Studenten im Praxissemester dazu. Ganz abgesehen von den Studienanfängern, die ihr dreiwöchiges Orientierungspraktikum absolvieren müssen.

    Es ist wie immer im Bereich Schule; da werden Maßnahmen beschlossen, ohne dass sich Gedanken um die Umsetzung gemacht wird. Die können ja dann die Experten vor Ort sinnvoll gestalten …

    Das einig Gute, die Betreuung von Praktikanten bringt Stundenentlastung, die der Referendare nix. Versteht auch keiner.

  2. bei guter schule und motivierten lehrern eine gute sache für die studenten. natürlich auch nur dann …

    mittelfristig und schleichend wird das Referendariat an die unis verlagert, was die bezahlung der referendare einspart und viele teure fachleiter erübrigt.

    entlastet werden nur die unmittelbaren betreuer der studenten. angeleiteter unterricht ist wie bei referendaren normales dienstgeschäft.

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