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Schüler zeigen Hitlergruß – Schule berät über Konsequenzen

LANDSBERG/HALLE. Tabubruch oder rechtsextreme Tendenzen? Mehrere Neuntklässler an einem Gymnasium in Sachsen-Anhalt sollen in einem Gruppenchat rechtsextreme Sprüche ausgetauscht und einander mit dem Hitlergruß begrüßt haben. Medienberichten zufolge haben die Jugendlichen einem jüdischen Schüler einen NPD-Sticker auf die Kapuze geklebt.

Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlich rechtsextremer Vorfälle an dem Gymnasium Mehrere Neuntklässler der Schule in Landsberg sollen mit dem Hitlergruß posiert, rechte Parolen zitiert und alles über den Smartphone-Nachrichtendienst WhatsApp verbreitet haben. In dem Fall werde wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt, erklärte die Polizei. Der Sachverhalt liegt den Angaben zufolge schon einige Tage zurück.

Über ihre Smartphones sollen sich die Schüler ausgetauscht haben. Foto: Cheon Fong Liew/Flickr (CC BY 2.0)

Über ihre Smartphones sollen sich die Schüler ausgetauscht haben. Foto: Cheon Fong Liew/Flickr (CC BY 2.0)

Medienberichten zufolge hatte ein jüdischer Schüler seinem Vater von den Bildern und Sprüchen erzählt, nachdem diese bei ihm per Gruppennachricht auf dem Smartphone gelandet waren. Auch Plakate der rechtsextremen NPD sollen als Kurznachricht versendet worden sein.

Die Schule wolle nach Ende der Ferien am Montag eine Versammlung mit den Schülern und Eltern der neunten Klasse unter Beteiligung des Landesschulamtes einberufen, berichtete die «Mitteldeutsche Zeitung». Schulleitung, Klassenlehrerin und Schulelternrat seien von den Vorwürfen überrascht worden, hieß es. Schuldirektor Lutz Feudel wird in der Zeitung mit den Worten zitiert: «Tabubrüche gehören zu den Erfahrungen, die wir mit Jugendlichen immer wieder machen». Er gehe nicht davon aus, dass die Schüler offen rechtsextreme Propaganda machen wollten. (dpa)

zum Bericht: Unterrichtsmaterial zum Thema Rechtsextreme

Ein Kommentar

  1. Die Schüler brauchen nicht nur wegen der Nazi-Symbole Nachhilfestunden oder auch mehr. Dass sie dann alles über die Handys verbreiten, ist wohl an Dummheit kaum zu überbieten.
    Tja, was ist mit unserer „geistigen Elite“ von morgen los?

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