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Berliner Erzieher fordern Vor- und Nachbereitungszeiten an Grundschulen

BERLIN. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Berlin startet am Dienstag, 18. November, ihre Aktion „Weckruf für die Senatorin“ und ruft die Erzieher und Erzieherinnen der Grundschulen und sonderpädagogischen Förderzentren zur Teilnahme auf. Sie will damit das Anliegen des Gesamtpersonalrats der allgemeinbildenden Schulen unterstützen, der eine Dienstvereinbarung zur Regelung der mittelbaren pädagogischen Arbeit fordert.

Die Gewerkschaft plant, um 17 Uhr von der Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz zur Senatsbildungsverwaltung zu gehen. Die Erzieher und Erzieherinnen sollen Wecker, Klingel, Glocken und Ähnliches mitbringen, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Wie viel Zeit bleibt Kindern und Jugendlichen in Deutschland für Freunde, Familie und Hobbys? Foto: Willi Heidelbach/ Flickr (CC BY 2.0)

Bislang honoriere Berlin die Vor- und Nachbereitungszeiten der Arbeit von Erziehern und Erzieherinnen etwa an Ganztagsschulen nicht, kritisiert die GEW Berlin. Foto: Willi Heidelbach/ Flickr (CC BY 2.0)

Der Gesamtpersonalrat verhandelt derzeit mit der Senatsbildungsverwaltung über eine Dienstvereinbarung zur Regelung der mittelbaren pädagogischen Arbeit (mpA) für Erzieher und Erzieherinnen in Ganztagsgrundschulen und in sonderpädagogischen Förderzentren. Der Berliner Verband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt dieses Anliegen. Die Erzieher und Erzieherinnen benötigten verbindliche Regelungen und einen verlässlichen Anspruch auf Zeiten für die Vor- und Nachbereitung ihrer pädagogischen Arbeit, denn sie wollten ihre vielfachen Aufgaben qualifiziert gestalten, so die GEW. Bislang gebe es solche Regelungen nicht. Derzeit gehe ein hoher Anteil ihrer Arbeitszeit in Tätigkeiten wie die Vertretung von Lehrkräften oder in die Begleitung von Unterrichtstätigkeiten. Dafür sei in der Personalausstattung jedoch keine adäquate Zumessung vorgesehen.

„Die Senatsbildungsverwaltung bewegt sich in den Verhandlungen über die Dienstvereinbarung zur Regelung der mpA kaum. Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass gute pädagogische Arbeit vor- und nachbereitet werden muss“, sagt Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW Berlin. Das gelte bei Erziehern und Erzieherinnen genauso wie bei Lehrkräften. Die allgemein anerkannten Qualitätsansprüche des Berliner Bildungsprogramms für die Ganztagsgrundschule und die Inhalte des Leitbildes für die Berliner Ganztagsschule seien in den Mittelpunkt zu rücken. „Die Senatsverwaltung muss endlich diesen pädagogischen Erfordernissen gerecht werden.“

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