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Wettbewerb sucht innovative Ideen für den Einsatz digitaler Medien in Klassenzimmern und Hörsälen

FRANKFURT AM MAIN. Der Wettbewerb „Digitales Lernen: Reality, Science & Fiction“ richtet sich an Lehrer, Hochschuldozenten, Schüler und Studierende. Sie sollen Projekte mit digitalen Medien in Lehr- und Lernkontexten einreichen oder Ideen zur Frage beitragen, wie Lernen und Lehren in einer digitalen Zukunft aussehen könnte, so der Organisator des Wettbewerbs, das Frankfurter Technologiezentrum [:Medien] der Frankfurt University of Applied Sciences. In jeder Kategorie wartet ein Preis in Höhe von je 1000 Euro für die Anschaffung von technischem Equipment oder für medienpädagogisch-technische Unterstützung bei der Umsetzung geplanter oder der Fortsetzung bestehender Projekte.

Tafel mit Zukunft: Interaktives Whiteboard. Foto: Dell's Official Flickr Page / Flickr (CC BY 2.0)

Bereits bestehende Projekte mit digitalen Medien, wie dem interaktiven Whiteboard, können Lehrende zur Teilnahme am Wettbewerb einreichen. Foto: Dell’s Official Flickr Page / Flickr (CC BY 2.0)

„Für die Teilnahme werden nur fünf Minuten benötigt. Wir wollen keine umfassenden Konzepte, sondern möglichst viele gute Ideen: ein aussagekräftiger Titel und wenige Sätze, die die Projekte oder Erfahrungen näher erläutern, genügen daher bereits“, so Professor Thomas Knaus, Geschäftsführender Direktor des Frankfurter Technologiezentrums [:Medien] (FTzM). Der Wettbewerb richtet sich an Schulen aller Schulformen, Hochschulen, öffentliche Bildungseinrichtungen und bildungsnahe Initiativen.

„Zahlreiche Lehrende setzen digitale Medien bereits lernförderlich ein. Gleichzeitig besteht großer Bedarf an weiterführenden Ideen, wie digitale Medien didaktisch versiert und sinnvoll in Unterricht und Seminar integriert werden können. Die erfahrenen Lehrenden berichten leider noch zu wenig von ihren Erfolgen. Auch Schülerinnen, Schüler und Studierende werden selten gefragt, wie sie sich digitale Lernumgebungen vorstellen und wie sie am liebsten lernen würden. Daher möchten wir lehrenden Praktikerinnen und Praktikern sowie interessierten Lernenden mit unserem Wettbewerb ein Forum geben“, sagt Knaus.

Bereits mit der ersten Ausschreibung des Wettbewerbs im vergangenen Jahr seien viele inspirierende Ideen und Projekte aus ganz Deutschland zusammengekommen. „Nicht nur die Quantität, auch die Qualität der Einreichungen war überwältigend. Wir wollten daher den Preis unbedingt erneut ausloben, um weiteren innovativen und auf andere Einrichtungen und Kontexte übertragbaren Projekten eine Chance auf die Gewinne zu geben und die Entwicklung schulischer, universitärer und außerschulischer Medienpraxis weiter verfolgen zu können.“

Die FTzM prämiert unter anderem Praxisprojekte mit digitalen Medien, die zum Nachahmen anregen sollen. Ziel sei es dabei, praktische Erfahrungen mit dem lernförderlichen Einsatz digitaler Medien in Bildungseinrichtungen zu sammeln sowie erfolgreiche Medienprojekte, die in andere Lernsettings oder Einrichtungen übertragen werden könnten, bekannt zu machen.

Darüber hinaus honoriert das Technologiezentrum digitale Zukunftsvisionen für den Unterricht oder das Studium. In dieser Kategorie können Lehrende oder Lernende zukunftsweisende Ideen zum Einsatz digitaler Medien in Lehr- und Lernkontexten einreichen. „Oftmals haben Lehrende und Lernende gute Ideen, wie digitale Medien Unterricht und universitäre Lehre bereichern könnten, weil ihnen schlicht die nötigen Ressourcen fehlen, können sie diese aber nicht erproben. Mit dem Preisgeld möchten wir einen kleinen und unbürokratischen Beitrag leisten, dass solche zukunftsweisenden Ideen in die Tat umgesetzt werden können.“

Die Auswahl der besten Einreichungen erfolgt durch Mitglieder des Frankfurter Technologiezentrums [:Medien]. Die besten Projekte und Ideen prämiert die FTzM auf der Medienmesse und Fachtagung fraMediale 2015 am 16. September 2015. Die fraMediale findet alle anderthalb Jahre an der Frankfurt University of Applied Sciences statt und versteht sich als Brücke zwischen medienpädagogischer Forschung und der Medienbildungspraxis in Schulen und Hochschulen. Ziel sei die sinnvolle und lernförderliche Integration digitaler Medien in Bildungseinrichtungen. Auf der Medienmesse bestehe zusätzlich die Gelegenheit, bereits bestehende Medienprojekte an einem Messestand den über 300 erwarteten Gästen vorzustellen.

Interessierte Lehrer, Hochschuldozenten, Schüler und Studierende können sich bis zum 29. März 2015 online oder per E-Mail (info@ftzm.de) bewerben.

Das Frankfurter Technologiezentrum [:Medien] – FTzM ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Zentrum an der Frankfurt University of Applied Sciences. Das Team des FTzM forscht, lehrt und publiziert im Feld der Bildungsinformatik und Medienbildung zum lernförderlichen Einsatz von digitalen Medien in Bildungskontexten. Im Rahmen von Forschungs- und Praxisprojekten – darunter auch die fraMediale – begleiten und unterstützen Mitarbeiter und Studierende Bildungseinrichtungen bei der Planung und Durchführung medienpädagogischer Projekte sowie in Fragen des schulischen IT-Supports und des IT-Managements. Weitere Felder des FTzM sind Softwaredesign und Anwendungsentwicklung.

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