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Alle Schulen in Sachsen-Anhalt haben jetzt ein Girokonto

MAGDEBURG. Ohne eigenes Konto wird’s schwer in der heutigen Welt. Auch Sachsen-Anhalts Schulen gewinnen mit dem Konto neue Freiheiten.

Etwa zwei Jahre nach Änderung des Schulgesetzes verfügen alle rund 900 Schulen Sachsen-Anhalts über Girokonten. 94,9 Prozent hätten eigene Girokonten eingerichtet, 5,1 Prozent hätten über ihre jeweiligen Schulträger Zugriff auf ein Konto, sagte der Direktor des Landesschulamtes, Torsten Klieme. Die schwarz-rote Koalition hatte die Möglichkeit von Schulkonten mit einer Gesetzesänderung ermöglicht, um Schulen mehr Eigenständigkeit und Verantwortung zu geben.

Ein eigenes Konto macht vieles einfacher, auch für Schulen. Foto: Ralf Schulze / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Ein eigenes Konto macht vieles einfacher, auch für Schulen. Foto: Ralf Schulze / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

«Es ist unbedingt der richtige Schritt. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert», sagte Klieme. Eigentlich sei die Änderung überfällig gewesen. Die Konten wurden schrittweise seit September 2013 eingerichtet, als der entsprechende Erlass des Ministeriums zur Umsetzung herausgegeben wurde. In diesem Jahr wurden nach Angaben des Amtes auf die Konten bereits rund 1,5 Millionen Euro vom Land für Schulfahrten ausgezahlt.

Die Konten werden auch genutzt, damit Schulen über das Jahresende hinaus Geld ansparen können. Bisher war es so, dass zur Verfügung stehende Mittel am Jahresende verfielen, wenn sie nicht ausgegeben waren, erläuterte Klieme. Außerdem können Schulen über die Konten nun Spenden direkt empfangen und brauchen dafür nicht mehr den Umweg über einen Förderverein. Für Klassenfahrten ist es zudem nicht mehr nötig, dass Lehrer ihr Privatkonto für Einzahlungen zur Verfügung stellen oder alles in bar bezahlt werden muss.

Die Einführung der Konten habe die Schulen aber auch sehr belastet, sagte Klieme. «Das war für alle eine riesige Kraftanstrengung.» Schließlich habe in den Schulen jeweils die Buchführung und Aufsicht organisiert werden müssen. Ursprünglich habe das Kultusministerium zudem geplant gehabt, Rahmenverträge mit einer Bank abzuschließen. Dies sei aber unter anderem aus Wettbewerbsgründen nicht möglich gewesen. Die Schulen hätten sich deshalb individuell eine Bank ausgesucht. Dabei habe man auch schon eine Änderung vorgenommen: Entgegen der ersten Planung sind auch kostenpflichtige Konten möglich – zunächst hatte die Politik auf ausschließlich kostenfreie Konten gehofft. (dpa)

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