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Einheitlich nach A 13: Grün-Rot will gleiche Besoldung für Haupt- und Realschullehrer

STUTTGART. Die grün-rote Landesregierung will im kommenden Jahr den Weg für eine gleiche Bezahlung von Haupt- und Realschullehrern bei gleicher Qualifikation freimachen. Nachdem die SPD-Fraktion bereits im Sommer eine Anpassung bei der Lehrerbesoldung beschlossen hatte, zog nun der grüne Koalitionspartner nach. Demnach sollen Lehrer, die den gemeinsamen Studiengang für Haupt- und Realschulen abschließen, einheitlich nach der Besoldungsgruppe A 13 entlohnt werden, teilte die Fraktion am Mittwoch mit. Dies solle für Lehrkräfte gelten, die ab dem 1. Februar 2016 an Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen in den Vorbereitungsdienst einsteigen.

Mit den einleitenden Worten «Guten Morgen, liebe Grüne!» nahm die SPD-Fraktion den Koalitionspartner in einer Mitteilung etwas auf die Schippe und verwies darauf, sie habe bei der Anpassung schon vorgelegt. «Sie ist fest eingeplant und wird im Januar vom Kabinett beschlossen.» Ein Sprecher der Bildungsgewerkschaft GEW sagte, bei den Grünen habe offenbar ein Umdenken eingesetzt. Diese hätten sich derartigen Plänen gegenüber bislang verhalten bis abwehrend gezeigt.

Die CDU-geführte Vorgängerregierung hatte 2010 festgelegt, die Studiengänge für Haupt- und Realschullehrer zusammenzufassen. Sie habe aber ausgeklammert, wie diese Lehrer künftig besoldet werden, erklärte die Grünen-Fraktion. In der Praxis hätten Lehrer an Realschulen A 13, an Haupt- und Werkrealschulen hingegen A 12 erhalten. Mit Blick etwa auf Gemeinschaftsschulen, wo Haupt- und Realschullehrer gemeinsam unterrichten, sagte Fraktionschefin Edith Sitzmann: «Wenn zwei Lehrer im gleichen Klassenzimmer unterrichten könnten, sollten sie nicht unterschiedlich bezahlt werden.»

Die GEW begrüßte die Ankündigung als überfälligen Schritt. Sie verlangte von der Landesregierung aber auch ein Konzept für eine bessere Bezahlung von Grundschullehrern. «Auch diese haben ab 2016 eine gleichwertige Ausbildung durch die längere Studienzeit», erklärte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. dpa

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