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GEW Berlin fordert Schulplätze in Regelschulen für alle Flüchtlingskinder

BERLIN. Angesichts der weiter zunehmenden Zahl von Geflüchteten in Berlin fordert der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nach eigenen Angaben den Senat auf, für junge Menschen, die aus den Krisengebieten der Welt nach Berlin geflüchtet sind, die erforderlichen Schulplätze zur Verfügung zu stellen. „Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen in Berlin müssen einen Platz an einer staatlichen Schule bekommen“, schreibt die Gewerkschaft in ihrer Pressemitteilung.

Es dürfe nicht vergessen werden, dass auch die Schulen auf Unterstützung angewiesen sind Foto: DFID - UK Department for International Development / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

„Willkommensklassen“ in Sammelunterkünften lehnt die GEW ab. Sie fürchtet eine Ghettoisierung. Foto: DFID – UK Department for International Development / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin lehnt die Einrichtung der auch als „Willkommensklassen“ bezeichneten Gruppen in den Sammelunterkünften ab. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) verweise regelmäßig auf den nicht ausreichenden Platz in den Schulen in der Nachbarschaft der Unterkünfte. Der für Geflüchtete verantwortliche Sozialsenator Mario Czaja solle zusammen mit dem LAGeSo ein Konzept entwickeln, wie der reguläre Schulbesuch dieser Kinder sichergestellt werden kann, so die GEW.

„In den vergangenen 15 Jahren wurden Dutzende Schulen in Berlin geschlossen. Das fällt dem Senat nun auf die Füße. Wenn die Schulen in der unmittelbaren Nachbarschaft von Flüchtlingsunterkünften keinen Platz für Willkommensklassen haben, muss das LAGeSo den Kindern und Jugendlichen eben die Fahrt in einen Nachbarbezirk bezahlen“, sagt Nuri Kiefer, Leiter des Vorstandsbereichs Schule im Berliner Landesverband der GEW. Wenn diese Lerngruppen in den Heimen selbst eingerichtet seien, befördere das die Ghettoisierung. „Wir müssen die Kinder und Jugendlichen jetzt am normalen Leben junger Menschen teilhaben lassen, um in den nächsten zehn Jahren nicht erneut mit den Problemen fehlender Integration kämpfen zu müssen.“

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