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Interview zum Filmstart „Drache Kokosnuss“ : „24 Bilder pro Sekunde“

MÜNCHEN. Rund 8.2 Millionen verkaufte Bücher – „der kleine Drache Kokosnuss“ von Ingo Siegener wird von vielen Kindern geliebt. Heute, am 18. Dezember, kommt er ins Kino. Produzentin und Drehbuchautorin Gabriele Walther hat mit uns über die Arbeit am Film gesprochen.

N4T: Auf der Leinwand sieht es am Ende so einfach aus. Wie aufwendig ist die Produktion an einem Animationsfilm?
Walther: Der Kinofilm ist der Rolls-Royce unter den Animationsproduktionen. Eine Sekunde im Film besteht aus 24 Bildern. Jedes einzelne Bild muss aufwendig bearbeitet werden und je nach der Komplexität der im Bild enthaltenen Elemente dauert dann die Bearbeitung eines einziges Bild auch schon mal bis zu 40 Stunden. Sind viele Personen, Effekte und aufwendige Locations vorgesehen, benötigt das stets viel Zeit.

Gruppenbild: Walther und die kleinen Feuerdrachen aus dem Kinofilm. (Foto: Caligari-Film)

Gruppenbild mit Dame: Walther und die kleinen Feuerdrachen aus dem Kinofilm. (Foto: Caligari-Film)

N4T:Wie viele Menschen arbeiten an der Produktion des „Kokosnuss“-Films mit?
Walther: 350 Menschen, die einerseits technischen Sachverstand haben müssen ebenso wie Einfühlungsvermögen und Kreativität. Menschen, die Figuren animieren, müssen die Figur auch verstehen.

N4T:Wie unterscheidet sich die Animationsproduktion per Rechner zu früheren Produktionen von Zeichentrickfilmen?
Walther: Früher wie heute wird als erstes ein Comic mit unterschiedlichen Filmbildern gezeichnet, der so lang ist wie der Film. Der Drache Kokosnuss ist also tatsächlich mit der Hand gezeichnet. Erst bei den weiteren Produktionsschritten hilft der Computer. Vor allem bei Bewegungen ist das ein Unterschied. Und per Computer kann man verschiedene Oberflächen, wie zum Beispiel Haare, Grass und Fell erst einsetzen.

N4T: Warum ist die Geschichte von „der kleine Drache Kokosnuss“ besonders für Grundschulkinder gut geeignet?
Walther: Grundschulkinder machen mit der Einschulung die ersten Schritte in ein eigenständiges Leben. Das ist auch das Dilemma unserer Figuren, sie wollen eigenständig sein, aber ihre Eltern sagen, das kannst du noch nicht. Das ist die Magie der Figur „Kokosnuss“, die sagt, obwohl ich nicht fliegen kann, will ich meine eigenen Abenteuer erleben.

N4T: Ein Blick hinter die Kulissen: Was war das lustigste Erlebnis bei der Produktion?
Walther: Dafür gibt es einige Beispiele. Die Daten müssen sehr ordentlich abgelegt werden, sonst passiert es, dass etwa ein Briefkasten auf einer Wiese steht, der nicht dahin gehört. Oder jemand hat keine Haare oder eine Hand ist in der Kaffeetasse, statt am Henkel.
Die Fragen stellte Nina Braun

Die Geschichte des Films
Aufregung im Dorf der Feuerdrachen: Das wertvolle Feuergras ist gestohlen worden. Jetzt sieht der kleine Drache Kokosnuss die große Chance gekommen, seiner Familie endlich zu beweisen, dass man sich auf ihn verlassen kann. Obwohl er noch nicht richtig fliegen kann, will er das Feuergras finden und nach Hause bringen.

Hier geht es zur Webseite des Drachen Kokosnuss

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