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Naturkunde, anschaulich: Waschbär nistet sich in Schultoilette ein

FULDA. Waschbären sind überwiegend nachtaktive Raubtiere und leben vor allem in gewässerreichen Laub- und Mischwäldern. Allerdings: Die possierlichen Säuger gelten auch als besonders anpassungsfähig – und suchen sich deshalb mitunter auch städtische Reviere. Wie jetzt im hessischen Fulda: Dort hat sich ein Waschbär offenbar in einer Schultoilette eingenistet. Auch eine Nachbarschule hat von dem Tier schon Besuch bekommen. Dies berichtet die „Fuldaer Zeitung“.

Zu Gast in einem Berufskolleg: ein Waschbär (hier ein Tier in einem Wildgehege). Foto: Quartl / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Zu Gast in einem Berufskolleg: ein Waschbär (hier ein Tier in einem Wildgehege). Foto: Quartl / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Der Waschbär war Mitte November erstmals gesichtet worden – auf einem Fensterbrett vor einer Jungen-Toilette im ersten Stock des Berufskollegs. Ein begeisterter Schüler fotografierte mit seinem Handy das Tier, wie es an der Scheibe entlang kletterte. Die Schulleitung ließen daraufhin die Toilette sperren – aus Sicherheitsgründen, also vor allem um zu verhindern, dass Schüler sich Dummheiten einfallen ließen und sich möglicherweise verletzen, falls der Waschbär noch einmal auftauchen sollte. Und tatsächlich sei das Tier noch einige Male in dem Bereich der Toilette gesichtet worden – nunmehr seit Ende November aber nicht mehr. Stattdessen soll ein Waschbär zuletzt auch an einer Fachschule aufgetaucht sein, die etwa 500 Meter vom Berufskolleg entfernt ist. Die Schüler rätseln jetzt: Kann es sich um dasselbe Tier handeln? Biologen halten das für wahrscheinlich: Das Revier eines Waschbären in der Natur kann mehrere Hundert Hektar umfassen.

Dem Tier aus Fulda bleibt laut Bericht eine Fangaktion erspart. Tatsächlich sind Waschbären in Hessen keine Seltenheit: So gibt es in Kassel – warum auch immer – laut „Wikipedia“ die europaweit erste und dichteste Population in einem großen städtischen Gebiet mit ungefähr 50 bis 150 Tieren pro Quadratkilometer.  Hohe Populationsdichten würden auch aus anderen Ortschaften in Nordhessen und Südniedersachsen gemeldet. Selbst Berlin gilt mittlerweile als Heimat von Waschbären. Offen sind laut „Fuldaer Zeitung“ jetzt nur noch zwei Fragen: Wann die Toilette wieder freigegeben wird – und ob es sich um ein weibliches oder männliches Tier handelt. News4teachers

Hier geht es zum Bericht in der „Fuldaer Zeitung“.

2 Kommentare

  1. Da Waschbären kaum natürliche Feinde haben, sind diese possierlichen Tierchen in vielen Regionen Deutschlands zu einer echten Plage geworden.

  2. Waschbären sind hervorragende „Mülltrenner“, Speisereste in leicht zugänglichen Abfallbehältern, sind eine unwiderstehliche Einladung.

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