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Lehrerverband beklagt fehlendes Engagement bei Sprachförderung

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat die geplante Verdoppelung der Zahl der Sprachförderklassen in Niedersachsen als «enttäuschend» kritisiert. Bei etwa 2900 allgemeinbildenden Schulen und 240 angekündigten Sprachlernklassen könnten nur zehn Prozent der Schulen von den Plänen profitieren, warnte der VBE am Sonntag. Sprachlernklassen seien an Bedingungen gebunden – darunter die Mindestzahl von 10 Schülern und der Einsatz von 23 Lehrerstunden, die aus dem Topf für Fördermaßnahmen abgezogen würden.

«An den meisten Grundschulen ist damit das Förderstundenkontingent nach Abzug der Sprachförderung vor der Einschulung bereits erschöpft», sagte VBE-Grundschulreferent Franz-Josef Meyer. Notwendig sei ein zusätzliches Kontingent an Lehrerstunden für die Sprachförderung.

Das Kultusministerium hatte als Reaktion auf die hohen Flüchtlingszahlen in Niedersachsen angekündigt, zum neuen Halbjahr 2014/2015 Anfang Februar «voraussichtlich rund 240» Förderklassen für Schüler mit gar keinen oder wenigen Deutschkenntnissen zu starten. Der Bedarf an Sprachlernklassen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. 2013/14 wurden landesweit 61 solcher Klassen gebildet, im ersten Schulhalbjahr 2014/15 waren es 118. dpa

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