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Bullerjahn: Tarifvertrag soll auch für Lehrer-Quereinsteiger gelten

MAGDEBURG. Quereinsteiger und Lehrer ohne eine vollständige Lehrerausbildung sollen nach dem Willen von Arbeitgeber-Verhandlungsführer Jens Bullerjahn (SPD) künftig auch nach der Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte bezahlt werden. Die Regelung solle dann für alle angestellten Lehrer in Deutschland gelten, sagte ein Sprecher Bullerjahns am Mittwoch in Magdeburg. Man wolle damit einer langjährigen Forderung aus den Reihen der Gewerkschaften nach einheitlichen Eingruppierungsregelungen nachkommen. Bullerjahn ist in Sachsen-Anhalt Finanzminister und Chef der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

Hält die Gewerkschaftsforderungen für überzogen: Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), hier auf einem SPD-Parteitag. Foto: Yaway-Media, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Hält die Gewerkschaftsforderungen für überzogen: Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), hier auf einem SPD-Parteitag. Foto: Yaway-Media, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Dies würde aber nicht bedeuten, dass bundesweit alle angestellten Lehrer gleich bezahlt würden. Denn nach den Vorstellungen der Arbeitgeber soll sich die Eingruppierung der angestellten Lehrer wie bisher auch an den Regelungen für beamtete Lehrer in den Bundesländern orientieren, die sich je nach Land unterscheiden. Die Gewerkschaften verlangen auch hier eine Angleichung.

Am Montag war die erste Verhandlungsrunde in Berlin ohne Ergebnis nach zwei Stunden zu Ende gegangen. Verdi und der Beamtenbund (dbb) verlangen 5,5 Prozent mehr Einkommen. Bullerjahn hatte die Forderung als «realitätsfern» zurückgewiesen. Verhandelt wird für rund 800.000 Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder außer Hessen. dpa

Zum Bericht: Tarifvertrag für Lehrkräfte in Sicht? GEW und dbb sind optimistisch

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