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Klassenfahrten-Boykott: Heiligenstadt ruft Lehrer zum Einlenken auf

OSNABRÜCK. Werden Niedersachsens Lehrer nach der Ankündigung der Grünen bei den Kosten für Klassenreisen möglicherweise bald entlastet, will Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Fall der Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrer hart bleiben

Im Streit um Arbeitszeiten und Klassenfahrten hat Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt die Lehrer zum Einlenken aufgerufen. Nach der Entscheidung für die Aufstockung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer um eine auf 24,5 Stunden habe es viele Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften gegeben, sagte die SPD-Politikerin im Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag). Darunter seien das stressfreiere Abitur nach 13 Jahren, kleinere Klassen bis hin zu Anrechnungsstunden im Ganztag.

Im Streit um die Arbeitszeitverlängerung für die Gymnasiallehrer sieht Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt nun die Lehrer in der Pflicht.

Im Streit um die Arbeitszeitverlängerung für die Gymnasiallehrer sieht Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt nun die Lehrer in der Pflicht. Foto: SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Es sei «an der Zeit, dass sich jetzt auch die andere Seite bewegt». Sie stellte klar, dass die Verlängerung der Arbeitszeit nicht zurückgenommen werde. (dpa)

zum Bericht: Durchbruch im Klassenfahrten-Streit? Niedersachsens Grüne fordern Kostenbefreiung
zum Bericht: Tausende Schüler demonstrieren für Klassenfahrten – Lehrer wollen Land verklagen

2 Kommentare

  1. das neue abitur nach 13 jahren wird genauso „stressfrei“ sein wie das nach 12 oder das alte abitur nach 13 jahren. 28 oder 26 Schüler pro klasse ist egal, die anrechenbarkeit vom ganztag wegen der fehlenden Arbeitsmöglichkeiten in der schule ein witz. trotzdem sind 24,5 wochenstunden ein meckern auf hohem Niveau.

  2. Die durchschnittliche Arbeitszeit von Gymnasiallehrern betrug im Jahr 2006 laut statistischem Bundesamt knapp 2100 Stunden im Jahr, also ca. 48 Stunden pro Woche (2100 Stunden auf 44 Arbeitswochen verteilt, wie sie fast jeder Arbeitnehmer in D hat). Man stelle sich einmal vor, dass über die Arbeitszeit einer anderen Berufsgruppe so verfügt würde.

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