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Masern: Schule erteilt Unterricht nur an geimpfte Schüler

BERLIN. Zum zweiten Mal musste eine Berliner Schule wegen eines Masernfalles für einen Tag schließen – jetzt läuft der Unterricht wieder. Aber nur für die Geimpften.

Kind mit Masern

Rote Hautflecken sind typisch für eine Masern-Erkrankung. Foto: CDC/NIP/Barbara Rice / Wikimedia Commons

In Berlin ist das Ende der Masernwelle noch nicht abzusehen: Eine zweite Schule, das Wald-Gymnasium in Charlottenburg, musste wegen eines Masernfalles einen Tag schließen – und die Zahl der gemeldeten Erkrankungen in der Stadt steigt weiter an. Allein von Mittwoch auf Donnerstag wurden 28 neue Fälle registriert, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit. Seit Wochenbeginn sind es fast 70 neue Erkrankungen. Seit Beginn des Ausbruchs im vergangenen Oktober wuchs die Gesamtzahl damit auf 637.

Mehr als zwei Drittel der Patienten erkrankten in diesem Jahr, darunter auch viele Erwachsene ohne Impfschutz. Bei rund einem Viertel aller Patienten verlief die Infektion bisher so schwer, dass sie ins Krankenhaus kamen. Ein Kleinkind war in der vergangenen Woche an Masern gestorben. Es war nicht gegen die Infektion geimpft.

An der Wald-Oberschule, die ihre Schüler am Mittwoch wegen eines Masernfalles am Vormittag nach Hause geschickt hatte, lief der Unterricht am Donnerstag wieder – aber nicht für alle. «Wir haben die Impfnachweise aller Schüler zu Unterrichtsbeginn kontrolliert. Wer einen unklaren Impfstatus hat, muss zunächst zu Hause bleiben», sagte Schulleiter Wolfgang Ismer. Wie viele Schüler das betraf, war am Donnerstagmittag noch nicht ausgezählt. Aus dem näheren Kontaktkreis des an Masern erkrankten Schülers waren es acht Schüler und mindestens drei Lehrer, die vorsichtshalber bis zum 3. März nicht in die Schule kommen dürfen. Bereits am Montag war eine Oberschule in Lichtenrade wegen eines Masernfalles für einen Tag geschlossen worden. dpa

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