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US-Bischof verbietet Lehrern an katholischen Schulen Onanieren und Empfängnisverhütung

SAN FRANCISCO. Der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone, verpflichtet die Lehrer an katholischen Schulen in seiner Diözese auf die Einhaltung von katholischen Sexualnormen. Dies berichtet „Radio Vatikan“. Verboten sind danach ausdrücklich Ehebruch, Vielweiberei und Pornographie, aber auch homosexuelle Beziehungen, Selbstbefriedigung – und Empfängnisverhütung.

Klare Ansagen vom Bischof gibt's für die Lehrerinnen und Lehrer der katholischen Schulen in der Diözese San Francisco. Foto: micagoto / flickr (CC BY-NC 2.0)

Klare Ansagen vom Bischof gibt’s für die Lehrerinnen und Lehrer der katholischen Schulen in der Diözese San Francisco. Foto: micagoto / flickr (CC BY-NC 2.0)

Das Erzbistum habe nun eine Richtlinie veröffentlicht, deren Inhalt ab dem kommenden Jahr Bestandteil der Handbücher für die rund 500 Beschäftigten an den Bildungseinrichtungen der Diözese sein werde, so heißt es in dem Bericht. In der Handreichung steht zu lesen, Katholiken, die andere Ansichten als die offizielle Lehre der Kirche verträten, „schaffen vergiftende Verwirrung über unsere fundamentalen Werte“. In der Richtlinie werden dem Bericht zufolge alle sexuellen Beziehungen außerhalb der Ehe als „ernstlich böse“ bezeichnet. Ausdrücklich führt das Dokument als Beispiele dann an: Ehebruch, Vielweiberei und Pornographie, aber auch homosexuelle Beziehungen und  Selbstbefriedigung. Genauso bewertet werden Empfängnisverhütung sowie „künstliche Reproduktions-Techniken“ und Klonen.

Weiter erwartet die Diözese von den Angestellten ihrer Schulen, in der gesellschaftlichen Diskussion über die staatliche Zulassung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften klar Position zu beziehen. „Das zivile Recht muss die Definition von Ehe als Bund zwischen einem Mann und einer Frau bewahren.“

Das Erzbistum präzisiert in einer Presseerklärung, die Klarstellungen seien nicht Teil der Arbeitsverträge. Unklar blieb, was mit Lehrern und katholischen Angestellten geschieht, die sich nicht an die Weisungen des Handbuchs halten. Cordileone betont in einem Begleitschreiben an die Lehrer, es gehe nicht darum, jemanden aus dem Lehrkörper auszugrenzen, sondern „dem enormen Druck der Gegenwartskultur“ etwas entgegenzusetzen. News4teachers

Zum Bericht: Papst Franziskus irritiert mit Aussage zum Schlagen von Kindern

4 Kommentare

  1. Ja, das ist seit Hunderten von Jahren Stand der christlichen und speziell katholischen Sexualethik. Irgendwas Ungewöhnliches dabei gefunden? Neu ist, dass keine Strafen für’s Zuwiderhandeln angedroht werden, und das scheint den Autor zu verwirren…

    • Was fehlt ist vielleicht die Anweisung an die katholischen Lehrer an den katholischen Schulen, die Finger von den Schutzbefohlenen zu lassen.
      Aber diese Sache war dem katholischen Bischof wohl zu unwichtig, um sie im Schreiben zu erwähnen.

  2. »dem enormen Druck der Gegenwartskultur“ etwas entgegenzusetzen.« Ha ha ha. Da hat ein innen alter Mensch einfach nur keine Ahnung wie der männliche Körper so funktioniert und gesund bleibt. Soll er doch frühzeitig an Prostatakrebs sterben, das ist dann sein Problem. Aber so ist das, wenn Menschen aus einem vorwissenschaftliche Zeitalter mit ewigvorgestrigen Menschenbildern frei herumlaufen dürfen.

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