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Wanka abgehängt: Bauer als beste Wissenschaftsministerin Deutschlands gekürt

STUTTGART. Das Kopf-an-Kopf-Rennen um Deutschlands beste Wissenschaftsministerin dauert an: Jetzt liegt Baden-Württembergs Theresia Bauer wieder vor Bundesministerin Johanna Wanka. Und die Grüne sagt: «Ich bin noch nicht fertig.»

Anerkannte Ministerin: Theresia Bauer(Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)

Anerkannte Ministerin: Theresia Bauer(Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)

Baden-Württembergs Universitäten haben Theresia Bauer (Grüne) zur erneuten Auszeichnung als «Wissenschaftsministerin des Jahres» gratuliert. Die Grünen-Politikerin habe neben hohem Sachverstand auch ein großes politisches Geschick und verstehe es, den berechtigten Anliegen der Wissenschaft Gehör zu verschaffen, heißt es in einer Mitteilung der Rektorenkonferenz der baden-württembergischen Universitäten. Bei einer Online-Befragung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hatte Bauer die Vorjahressiegerin und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) auf Platz zwei verdrängt. Im Jahr davor war Bauer noch vorn gewesen.

Die Platzierungen seiner Ressortchefin in den vergangenen Jahren zeigten, dass «vieles gut gelaufen» sei, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. «Und das in einem Bereich, in dem wir vor großen Herausforderung standen und die Erwartungen an die Politik sehr hoch sind.»

Bauer sagte: «Dass unsere Anstrengungen für mehr Freiräume und mehr Autonomie honoriert werden, freut und motiviert mich.» Laut DHV-Umfrage lobten die abstimmenden Wissenschaftler vor allem Bauers Einsatz für die Verbesserung der Grundausstattung der Unis im Südwesten. Die Hochschulen erhielten eine jährliche Erhöhung ihrer Grundfinanzierung um drei Prozent. Baden-Württemberg setze damit als erstes Land die entsprechenden Empfehlungen des Wissenschaftsrats um.

«Das war auch wirklich ein Kraftakt», sagte Bauer im Interview der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Mittwoch). Für 2015 soll vor allem die Verbesserung der Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs angegangen werden. «Das ist die Achillesferse im deutschen Hochschulsystem.» Zudem sollen die Arbeitsbedingungen im wissenschaftsunterstützenden Bereich verbessert werden. «Sie sehen: Ich bin noch nicht fertig», erklärte Bauer.

An der Online-Abstimmung Ende 2014 hatten 2480 Wissenschaftler teilgenommen. Zur Teilnahme aufgerufen waren die 28 500 Mitglieder des DHV. Bauer wurde als Beste mit der Note «befriedigend plus» bewertet (2,85/Vorjahr: 3,28). Bei Wanka (3,26/3,19) wurde eine angeblich zu geringe Durchsetzungsfähigkeit im Bundeskabinett moniert. Dritte wurde die rheinland-pfälzische Ministerin Doris Ahnen (SPD) (3,43/3,47). Mit mangelhaft bewerteten die Wissenschaftler Svenja Schulze (SPD) aus Nordrhein-Westfalen (4,84/4,44) und Sachsen-Anhalts Minister Hartmut Möllring (CDU) (4,92/5,07), der bereits im Vorjahr die «Rote Laterne» erhalten hatte. dpa

Zum Bericht: Hochschul-Rektorin fällt Querelen zum Opfer – Ministerin Bauer gerät unter Druck

Ein Kommentar

  1. War die Umfrage repräsentativ?

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