GEW kritisiert „Grüne Gleichstellungspolitik“

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KIEL. Heftiges Haare raufen löste eine PR-Aktion grüner Spitzenpolitikerinnen zum „Equal Pay Day“ in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein aus. Vor dem Kieler Landeshaus hatten sich einer Pressemitteilung der Gewerkschaft zufolge die grüne Finanzministerin Monika Heinold, die grüne Fraktionschefin Eka von Kalben und die grüne Landesvorsitzende Ruth Kastner öffentlich in Pose geschmissen, um auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.

Euro-Scheine und -Münzen
Die GEW fordert eine einheitliche Besoldung nach A 13 für alle Lehrer – unabhängig von der Schulart, an der sie lehren. Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

„Wie schräg ist denn so was?“, fragt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Matthias Heidn. „Bei Foto-Shootings gleiches Geld für gleiche Arbeit fordern, als verantwortliche Koalitions-Politikerinnen aber dafür sorgen, dass Lehrkräfte an Grundschulen (Frauenanteil 91 Prozent) bei der Besoldung um rund 400 Euro monatlich gegenüber den weniger weiblich geprägten Schularten abgehängt bleiben. Wir brauchen keine Politikerinnen, die am ‚Equal Pay Day‘ vor dem Landeshaus den sogenannten ‚Fraueneuro‘ in die Luft halten. Wir brauchen Politikerinnen, die in Regierungsverantwortung konkret die Diskriminierung von Frauen bei der Bezahlung beseitigen!“

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Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass nach den Plänen der Landesregierung Grundschullehrerinnen und -lehrer auch in Zukunft bei der Besoldungsgruppe A 12 abgehängt werden sollen – trotz in Zukunft gleichwertiger Ausbildung. Die Grünen hätten diese Pläne als „ausgewogen und nachvollziehbar“ bezeichnet. Der Vorschlag der Landesregierung bilde für sie „die beamtenrechtlichen und finanziellen Leitplanken ab“, zitiert sie Gewerkschaft. Die GEW verlangt für alle Lehrerinnen und Lehrer mindestens eine Besoldung nach der Besoldungsgruppe A 13 und zwar unabhängig von der Schulart, an der die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten.

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Zum Beitrag: Schleswig-Holstein: Künftig gleiche Bezahlung für Lehrer an weiterführenden Schulen

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