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Kitas bleiben in Baden-Württemberg geschlossen – Verdi will mehr Geld für Beschäftigte

STUTTGART. Eltern in Baden-Württemberg müssen sich in dieser Woche auf Warnstreiks in Kitas einstellen: Im Tarifkonflikt für Beschäftigte in Sozial- und Erzieherberufen sind Mitarbeiter von Kindertagesstätten im Südwesten zum Ausstand aufgerufen. Etwa 20 Einrichtungen in Lörrach und Umgebung sollen an diesem Dienstag geschlossen bleiben. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag in Stuttgart mit. Aufgerufen sind Erzieher und Sozialarbeiter der städtischen Kindergärten sowie Beschäftigte der sozialen Dienste der Landkreisverwaltung.

Am Mittwoch soll es zu Arbeitsniederlegungen im Raum Reutlingen und Tübingen kommen, am Donnerstag sind Karlsruhe, Heilbronn, Crailsheim, Weinsberg sowie die Region Stuttgart an der Reihe. Wie viele Einrichtungen von den Streiks betroffen sind, war am Montag noch unklar.

In den Tarifverhandlungen geht es nicht um die Gehaltstabelle, sondern um die Eingruppierung – also die Zuordnung von Tätigkeiten zu Entgeltgruppen. Das soll für die rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu Einkommensverbesserungen von etwa 10 Prozent führen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kritisierte die angekündigten Kita-Warnstreiks und forderte die Gewerkschaften zu inhaltlichen Verhandlungen auf. «Die Warnstreiks belasten in erster Linie die Kinder und ihre Eltern, die auf eine verlässliche Kinderbetreuung angewiesen sind», sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. Bereits vor dem Einstieg in Verhandlungen zu Warnstreiks aufzurufen, zeige, dass die Gewerkschaften Arbeitskämpfe als erstes und nicht als letztes Mittel sähen.

In einer davon unabhängigen Tarifrunde hatten am Freitag vergangener Woche landesweit rund 6500 angestellte Lehrer sowie Mitarbeiter der Polizei, von Psychiatrien und Hochschulen gestreikt. Etwa 5000 von ihnen demonstrierten in Stuttgart für höhere Gehälter und den Erhalt der Altersversorgung. Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 175 Euro. Die nächsten Verhandlungen im Tarifkonflikt für Beschäftigte in Sozial- und Erzieherberufen finden am 23. März 2015 statt.

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