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Klavierprofessor Natochenny wehrt sich gegen Ruhestand – jetzt auch vor Gericht

FRANKFURT/MAIN. Der Musikprofessor Lev Natochenny (65) soll gegen seinen Willen in den Ruhestand geschickt werden und seine Laufbahn an der Frankfurter Musikhochschule beenden. Der Klavierlehrer kämpft um seine Weiterbeschäftigung über die Altersgrenze hinaus. Eine Anwältin bereitet eine Klage vor. Seine derzeit zehn Meisterschüler sowie Hunderte Fans solidarisieren sich mit offenen Briefen und dem Sammeln von Unterschriften. Natochenny-Schüler, die Weltruhm erlangt haben, richten flammende Appelle zum Umdenken an die Hochschulleitung.

Den fristgerechten Antrag Natochennys auf Verlängerung seiner Dienstzeit hat der Präsident der Musikhochschule, Thomas Rietschel, abgelehnt. Zwar erlaubt Hessens Beamtengesetz ein Hinausschieben der Altersgrenze bis zum vollendeten 70. Lebensjahr, «wenn es im dienstlichen Interesse liegt». Genau dieses sieht Rietschel, der sich nicht näher zu Personalangelegenheiten äußern will, aber nicht.

«Ein Hinausschieben der Altersgrenze ist nur dann zulässig, wenn die Hochschule ihre Aufgaben nur mit Weiterbeschäftigung dieses Beamten erfüllen kann. Dies gilt unabhängig davon, ob eine Hochschullehrerin oder ein Hochschullehrer besonders bekannt, erfolgreich oder angesehen ist», teilt Rietschel per Presseklärung mit. dpa

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