Minus 12 Prozent in zehn Jahren – es gibt immer weniger Schüler in Deutschland

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Von Jahr zu Jahr werden es weniger. Derzeit werden in Deutschland nur noch elf Millionen Schüler unterrichtet. Der Westen verliert mehr Kinder als der Osten.

An deutschen Schulen gibt es immer weniger Schüler. Seit der Jahrtausendwende sinken die Zahlen, im laufenden Schuljahr ging die Schülerzahl erneut um 0,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Aktuell werden – nach vorläufigen Zahlen – rund elf Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet. Vor zehn Jahren waren es noch 11,9 Prozent mehr, wie die Wiesbadener Statistiker berichteten.

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An allgemeinbildenden Schulen ist die Zahl der Schüler im Schuljahr 2014/15 um 13,1 Prozent niedriger als im Schuljahr 2004/2005. An beruflichen Schulen nahm die Schülerzahl in diesem Zeitraum um 9,2 Prozent ab. Grund ist der Bevölkerungsrückgang: Binnen zehn Jahren sank die Zahl der Einwohner im Alter von 5 bis 20 Jahren um 14 Prozent.

«Die Entwicklung verlief in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich», berichtete Destatis-Mitarbeiterin Andrea Malecki. Während die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin um 1,9 Prozent stieg, sank sie im alten Bundesgebiet um 1,1 Prozent. «Einflussfaktoren waren unter anderem die Schulstrukturreformen sowie die demografische Entwicklung», erklärte die Expertin. Aktuell besuchen 8,4 Millionen Schüler eine allgemeinbildende Schule (minus 0,6 Prozent).

An den beruflichen Schulen werden derzeit 2,5 Millionen Schüler unterrichtet (minus 0,9 Prozent). Sowohl im Osten als auch in Westen wurden es weniger. Im früheren Bundesgebiet schrumpfte die Schülerschaft mit 0,8 Prozent etwas weniger stark als in den neuen Bundesländern und Berlin mit 1,4 Prozent. Die deutlichsten Rückgänge an den beruflichen Schulen gab es in Brandenburg und Bremen.

Die Schülerzahlen an den «Schulen des Gesundheitswesens» blieben im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant bei 149 000. Im Zehnjahresvergleich gab es hier die größte Veränderung: Die Schülerschaft stieg in diesem Sektor um fast 25 Prozent.

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