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Nächste Woche Lehrer-Warnstreiks in 15 Ländern

FRANKFURT/MAIN. Nahezu flächendeckende Warnstreiks kündigte die GEW für die kommende Woche an. Am Freitag waren besonders Kitas bestreikt.

Lehrer aus 15 Bundesländern wollen in der kommenden Woche ihre Forderungen nach mehr Gehalt mit einer weiteren Warnstreikwelle untermauern. Am Dienstag (24. März) wollen angestellte Pädagogen in Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Arbeit niederlegen. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

Demonstrierende Lehrer in Berlin. Foto: GEW

Demonstrierende Lehrer in Berlin. Außer in Hessen wollen die angestellten Lehrer auch in der kommenden Woche in allen Bundesländern auf die Straße gehen. Foto: GEW

Am Mittwoch (25. März) wird in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz gestreikt. Höhepunkt der Arbeitsniederlegungen dürfte Donnerstag (26. März) sein. In Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg wollen die Lehrer dann streiken und bei Großkundgebungen in verschiedenen Städten demonstrieren. Hessen ist als einziges Bundesland nicht mehr Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und damit nicht von diesen Streiks betroffen. Hintergrund der angekündigten Streikwelle ist die dritte Runde der Tarifverhandlungen. Die Verhandlungen waren am vergangenen Dienstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

In mehreren Bundesländern sind indes am Freitag besonders Kindertagesstätten wegen Warnstreiks geschlossen geblieben. In Bayern folgten rund 3500 Erzieher dem Streikaufruf, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. In Niedersachsen und Bremen legten rund 3900 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Auch Sachsen-Anhalt und Hessen waren betroffen.

Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen damit den Druck auf die Arbeitgeber für die Tarifrunde am Montag in Münster (Nordrhein-Westfalen) erhöhen. Der Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) hat bisher kein Angebot für die bundesweit rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Die Gewerkschaften fordern eine gerechtere Bezahlung und eine bessere Eingruppierung – im Durchschnitt zehn Prozent mehr Lohn. (dpa)

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