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Ostdeutsche Lehrer machen sich auf den Weg in die Stratosphäre

STUTTGART/PALMDALE. In Richtung Sterne geht es für drei Lehrer aus Ostdeutschland. Mit einem Forschungsflugzeug steigen sie auf 14 Kilometer oberhalb der Erdoberfläche auf – schauen Wissenschaftlern über die Schulter.

Drei Lehrer aus Ostdeutschland sollen am Dienstagabend zu einem Flug in die Stratosphäre starten. Der Flug vom kalifornischen Palmdale sei für 20.45 Uhr Ortszeit geplant (Mittwoch 05.45 Uhr MEZ), teilte eine Sprecherin des Deutschen Sofia-Instituts in Stuttgart mit. Vorgesehen ist eine Flugzeit von rund zehn Stunden. Bereits am Mittwoch werden Frank Oßwald aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt), Mario Koch aus Weimar (Thüringen) und Gabi Ulbrich aus Werder (Brandenburg) voraussichtlich noch einmal die Reise in etwa 14 Kilometer Höhe antreten – zwei Flüge sind insgesamt geplant. Sollte einer der Flüge ausfallen müssen, ist für Donnerstag ein dritter Flugtag vorgesehen.

Über den (meisten) Wolken: die Stratosphäre. Foto: Gunnar Ries / flickr (CC BY-SA 2.0)

Über den (meisten) Wolken: die Stratosphäre. Foto: Gunnar Ries / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Lehrer wollen den Wissenschaftlern an Bord des Forschungsfliegers bei der Arbeit über die Schultern und auch selbst durch das Teleskop auf die Sterne schauen. Zudem hoffen sie, mit den während der Flüge gesammelten Daten gemeinsam mit ihren Schülern arbeiten zu können. Das Forschungsflugzeug wird als Gemeinschaftsprojekt von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt betrieben.

Der Begriff Sofia steht für Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie. Dabei handelt es sich um eine umgebaute Boeing 747, die mit einem Teleskop an Bord in die Stratosphäre fliegt. Erst dort sind Beobachtungen von astronomischen Objekten per Infrarot-Teleskop möglich, weil der Wasserdampf der Atmosphäre dann unter dem Flugzeug liegt. Beobachtet werden können dann zum Beispiel die Entstehung junger Sterne und Planetensysteme. Außerdem kann das Zentrum der Milchstraße genau untersucht werden. dpa

 

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