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Rechtschreibung: Thüringens Regierungskoalition warnt davor, Lehrer zu verunglimpfen

ERFURT. Auf Antrag der AfD-Fraktion debattierten die Abgeordneten im thüringischen Landtag über die Rechtschreibefähigkeit der Schüler im Land.

Bei der Rechtschreibfähigkeit der Thüringer Schüler gibt es nach Ansicht von Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) keine großen Defizite. Eine Vielzahl verschiedener Kompetenztests Freitag im Landtag. Die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen seien bei Thüringer Schülern sogar geringer als im Bundesdurchschnitt.

Thüringens Schüler verfügen nach Meinung von Bildungsministerin Klaubert über gute Rechtschreibfähigkeiten. Foto: dotmatchbox / flickr (CC BY-SA 2.0)

Thüringens Schüler verfügen nach Meinung von Bildungsministerin Klaubert über gute Rechtschreibfähigkeiten. Foto: dotmatchbox / flickr (CC BY-SA 2.0)

In der dritten und letzten thüringischen Landtagssitzung im März nahm die Regierung auf Bitten der AfD-Fraktion zum Thema der Rechtschreibfertigkeiten von Thüringer Schülern Stellung. Die AfD strebt an, dass künftig jährlich Daten dazu erhoben werden, inwieweit Schüler noch fähig sind, mit Stiften zu schreibe

Vertreter der rot-rot-grünen Regierungskoalition warfen den AfD-Parlamentariern unter anderem vor, die Lehrer im Freistaat zu verunglimpfen, indem sie die Rechtschreibfähigkeit der Thüringer Schüler in Frage stellten. Mehrere AfD-Abgeordnete argumentierten, aufgrund der andauernden Reformen im Bildungsbereich könnten immer weniger junge Menschen im Freistaat richtig schreiben. (dpa)

zum Bericht: Lesbare Handschrift bleibt Unterrichtsziel an hessischen Grundschulen
zum Bericht: Jetzt auch in Rechtschreibung: KMK plant neue Länder-Vergleichstests

5 Kommentare

  1. Ursula Prasuhn

    Die Lehrer werden doch gar nicht verunglimpft, liebe Vertreter der rot-rot-grünen Regierungskoalition. Wenn neue Abgeordnete des Landtags sagen, dass aufgrund der andauernden Reformen im Bildungsbereich immer weniger junge Menschen im Freistaat richtig schreiben könnten, zielt ihre Kritik in eine ganz andere Richtung als die der Lehrerschaft. Oder tragen Lehrer die Verantwortung für die Früchte eines blinden und teuren Aktionismus’ in der Bildungspolitik?
    Den Blick künstlich auf die Lehrer zu lenken durch unnötiges Beschützer-Getue, ist reines Ablenkungsmanöver von einer Kritik, die auf Fehler in den eigenen Reihen aufmerksam macht.
    Hoffentlich fallen die Lehrer in Thüringen auf solch edle Polit-Ritter nicht rein und merken, dass diese sie keineswegs schützen, sondern mit frommen Worten in die Schusslinie rücken.

  2. wenn die afd gebildetere menschen fordert, sägt sie am Fundament ihrer kernwählergruppe.

    • Ursula Prasuhn

      Das sehe ich anders. Egal, ob es sich um die AfD, um Pegida oder die „Demo für alle“ handelt, für dumm und ungebildet halte ich diese Leute nicht. Sie sind mir auch nicht unsympathisch.
      „Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.“ (Albert Einstein)

  3. Liebe Frau Prasuhn,

    nichts für ungut, aber wenn der Herr Einstein erführe, dass Sie seine Worte im Rahmen einer Sympathiebekundung für AfD, PEGIDA und der „Demo für alle“ – die ja nur eine Demo für die eigenen Vorstellungen und gegen alles andere war – im Munde führen, dürfte er sich im Grabe umdrehen.

    Als kleine Entgegnung, und unbedingt mit Bezug auf die eben genannten politischen Organisationen.
    „Es ist leichter einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil“ (Albert Einstein)

    • Gegen wen gibt es denn die politisch und medial geschürten Vorurteile? Für jeden, der seine fünf Sinne noch beisammen hat, ist doch klar, welches Lager mit seinen (keinen Widerspruch duldenden) Vorurteilen und Ansichten in unserem Land das Sagen hat.
      Mit den „Vorurteilen der Umgebung“ kann Einstein nur die vorherrschenden gemeint haben. Und sagen Sie jetzt nicht, dass die AfD, Pegida oder Demo für Alle mit ihren Standpunkten unser Land regierten. Das wäre an Volksverdummung dann doch zu viel, jedenfalls für meine Person.

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