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Drama in Hamburg: Jugendlicher stürmt in Schule und ersticht einen Mitschüler

HAMBURG. Ein Jugendlicher ist in eine Hamburger Schule gestürmt und hat einen 17-jährigen Mitschüler im Klassenzimmer erstochen. Das Opfer sei noch am Tatort im Stadtteil Wilhelmsburg seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest. Foto: Marco / flickr (CC BY 2.0)

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest. Foto: Marco / flickr (CC BY 2.0)

Es sei nach bisherigen Ermittlungsstand ein gezielter Angriff gewesen. Der ebenfalls 17 Jahre alte mutmaßliche Angreifer sei festgenommen, die Tatwaffe sichergestellt worden. Eine Schülerin erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe des Geschehens waren zunächst unklar, die Mordkommission ermittelt.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich in einer ersten Reaktion betroffen. „Ein Schatten ist auf unsere Stadt gefallen“, erklärte der Regierungschef. „Wir stehen erschüttert vor einer Gewalttat, die uns fassungslos macht“, sagte Scholz und fügte hinzu: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des toten Jungen, den Mitschülern und bei allen, die an der hoch anerkannten Nelson-Mandela-Schule täglich für unsere Kinder arbeiten.“

Die Nelson-Mandela-Schule bietet auf dem betroffenen Schulgelände einer Grundschule Deutsch-Vorbereitungskurse für Jugendliche an. In einem dieser Kurse kam es zu der tödlichen Attacke. dpa

3 Kommentare

  1. In Südafrika ist tödliche Gewalt an der Tagesordnung. Der Name „Nelson-Mandela-Schule“ kann natürlich unmöglich eine Ursache für die Tat sein, aber eine makabre, bittere Assoziation ist es doch.
    Wir trauern mit und hoffen, dass wir vor einer weiteren unheilvollen Entwicklung in Deutschland bewahrt werden.

  2. mehrnachdenken

    dpa berichtet zum wiederholten Mal nicht korrekt. Lt. einiger Rundfunksender stürmte der Täter nicht in die Schule, sondern er hielt sich wie das Opfer in derselben auf. Einer von beiden besuchte den anderen in seinem Klassenzimmer. Dann passierte die Tat. Beide kommen aus Afghanistan.
    „In die Schule stürmen“ hört sich natürlich reißerischer an.

    dpa: Bitte erst informieren, absichern und verifizieren, um dann mit belastbaren Tatsachen an die Öffentlichkeit zu gehen. Diese ständigen Info-Schnellschüsse empfinde ich langsam als großes Ärgernis!
    Wer bitte schön nimmt die dpa denn noch ernst?

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