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Fachkräftesicherung: Realschullehrerverbände sehen sich durch Umfrage bestätigt

MÜNCHEN/VAIHINGEN AN DER ENZ. „Rückenwind für die Realschulen in Bayern und Baden-Württemberg“, verkünden die Realschullehrerverbände beider Länder sowie der Verband Deutscher Realschullehrer in einer Pressemitteilung. Demnach belegt eine aktuelle Forsa-Umfrage, dass 89 Prozent der Befragten die Schulbildung an Realschulen für „wichtig“ (41 Prozent) oder sogar „sehr wichtig“ (48 Prozent) halten, um dem wachsenden Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen.

Im Vorfeld des 2. Süddeutschen Realschultags in Ulm wurden nach Verbandsangaben in einer repräsentativen Forsa-Studie über 1000 Personen in Bayern und Baden-Württemberg zum Thema Fachkräftesicherung und Schulbildung befragt. Die Umfrageergebnisse verdeutlichten auch die Gründe für die hohe Zustimmung zur Realschulbildung: Gefragt nach der Bedeutsamkeit, Theorie und Praxis im Schulunterricht zu verknüpfen, halte die weit überwiegende Mehrheit der Befragten diese Verbindung als „sehr wichtig“ (50 Prozent) beziehungsweise „wichtig“ (40 Prozent). Zudem hätten 95 Prozent der Befragten angegeben, dass die Vorbereitung auf das Berufsleben eine der wichtigsten Aufgaben der Schule ist.

Die Vorsitzende des Realschullehrerverbands Baden-Württemberg, Irmtrud Dethleffs-Niess, sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung für die hohe Wertschätzung der Realschule in der Bevölkerung: „Realschulbildung ist als Antwort auf den Fachkräftemangel hochaktuell, weil diese mit ihrer theoretisch-praktischen Ausbildung dem dualen System zuarbeitet und darüber hinaus den Weg in die beruflichen Gymnasien ebnet. Unternehmen aus Industrie und Handwerk schätzen Realschulabgänger als Bewerber. Deshalb ist dieser Bildungsgang auch in Zukunft unverzichtbar.“

Auch für Jürgen Böhm, der als Bundesvorsitzender und Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands die süddeutschen Schulstrukturen genauestens kenne, seien die Umfrageergebnisse ein überwältigendes Signal pro Realschule: „Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel für die wirtschaftliche Stärke des Südens nicht zuletzt in der qualitativ hohen Ausbildung in den Schulen liegt. An den Realschulen erwerben die Jugendlichen fundiertes theoretisches Wissen, das immer den Bezug zur Lebenswirklichkeit behält. Zudem gibt es umfangreiche Angebote, um sich entsprechend seiner Interessen individuell weiterzuentwickeln. So bilden wir die Fachkräfte von morgen aus.“

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