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Landessportbund will Ganztagsschulen zu mehr Kooperation verpflichten

STUTTGART. Von den zusätzlichen Lehrerwochenstunden für den Ganztag können baden-württembergische Schulen bis zu 50 Prozent in Geld umwandeln, um damit externe Angebote einzukaufen. Da diese Möglichkeit nach Meinung des Landessportbundes zu wenig genutzt wird, fordert der Verband eine verbindliche Montarisierungsquote.

Die Sportvereine im Südwesten wollen die Zusammenarbeit mit den Ganztagsschulen verpflichtender machen. Die Schulen verwendeten noch zu wenig ihrer verfügbaren Mittel für Sportangebote während des Ganztagsbetriebs, teilte der Württembergische Landessportbund (WSLB) am Freitag in Stuttgart mit. Bislang nutzten nur 104 der 172 neuen Ganztagsschulen die sogenannte Monetarisierung. Diese ermöglicht ihnen, von den zusätzlichen Mitteln für den Ganztag bis zu 50 Prozent für externe Angebote von Musikschulen oder Sportvereinen zu verwenden.

Viele Kinder bewegen sich zu wenig, Sportangebote im Ganztag könnten viele aktivieren. Foto: Jim Larrison / flickr (CC BY 2.0)

Viele Kinder bewegen sich zu wenig, Sportangebote im Ganztag könnten viele aktivieren. Foto: Jim Larrison / flickr (CC BY 2.0)

Von den 5895 zusätzlichen Lehrerwochenstunden sind laut WSLB lediglich 1015 umgewandelt worden. Deshalb müsse eine Monetarisierungsquote vorgeschrieben werden, forderte der WLSB-Präsident Klaus Tappeser. Alternativ dazu könne man Schulrektoren zusätzliche Mittel für die Betreuung in Aussicht stellen, wenn sie zum Beispiel mehr als 20 Prozent der zusätzlichen Lehrerwochenstunden monetarisieren.

Der Württembergische Landessportbund vertritt mehr als zwei Millionen Vereinsmitglieder in über 5700 Vereinen, 61 Mitgliedsverbänden und 24 Sportkreisen. (dpa)

zum Bericht: Schulen sollen Lehrerstunden in Geld umwandeln können – Kritik vom VBE

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