Anzeige


Startseite ::: Aus den Verbänden ::: Musik als eigenständiges Fach in der Grundschule: VBE begrüßt Ankündigung

Musik als eigenständiges Fach in der Grundschule: VBE begrüßt Ankündigung

STUTTGART. Mit Befriedigung und Wohlwollen hat der Verband Bildung und Erziehung Baden-Württemberg laut einer Pressemitteilung die Ankündigung des Kultusministers im Landtag aufgenommen, das Unterrichtsfach „Musik“ in der Grundschule künftig wieder eigenständig zu machen und nicht mehr im Fächerverbund zu führen.

Noten

Musik soll zum Schuljahr 2016/2017 in Baden-Württemberg wieder ein eigenständiges Fach werden. Foto: Brigitte Niedermeier / pixelio.de

Nach der letzten Bildungsplanreform gingen in der Grundschule Musik, Kunst und Handarbeit im Fächerverbund „MeNuK“ (Mensch, Natur und Kultur) auf. Dadurch gab es mit Einführung der zurzeit aktuellen Bildungspläne die Fächer Musik und bildende Kunst an Grundschulen nicht mehr. „Da die Musik in dem Fächerverbund aufgegangen oder – je nach Standpunkt – untergegangen ist, ließ sich auch der Bedarf an professionellen Musikpädagogen amtlicherseits besser kaschieren“, sagt der Sprecher des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Aus gutem Grund sei das Fach Musik – wie auch Kunst – weder an der Realschule noch am Gymnasium vom Stundenplan verschwunden, da grundsätzlich solides Basiswissen notwendig sei, bevor man interdisziplinär arbeiten könne.

Schon bisher hätten Musik, bildende Kunst und Sport bei vielen lediglich als schmückendes Beiwerk des von Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen beherrschten Stundenplans gegolten, als „Entspannungsinseln“ für die vom Lernen in den „richtigen“ Unterrichtsfächern gestressten Schüler. Das Bündeln zu Fächerverbünden habe diesen Trend noch verstärkt, auch wenn in der Summe keine einzige Stunde gegenüber der alten Stundentafel verloren gegangen sei. Trotzdem habe der musisch-ästhetische Bereich an den meisten Schulen weiter an Bedeutung verloren, und das habe diese spürbar ärmer gemacht.

Der VBE freue sich nun, dass das beharrliche Bohren eines vermeintlich dicken Brettes doch noch zum Erfolg geführt habe, so der Verbandssprecher. Dem Kultusminister sei der Beifall dafür jetzt von Herzen gegönnt. Es sei ein Erfolgserlebnis, das in Zeiten knapper Haushaltsmittel wirklich äußerst preisgünstig habe erzielt werden können.

Zum Beitrag: Musiker Peter Maffay über Erziehung: „Musik trägt zur Herzensbildung bei“
Zum Beitrag: Singend Deutsch lernen – wenn Musik den Weg zur Integration ebnet

2 Kommentare

  1. Eine umfassende Bildung sollte meines Erachtens immer von drei Säulen getragen sein: Körper, Geist und Gemüt. Musikalische Bildung tut dem Gemüt gut. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, ein Musikinstrument zu erlernen.

    • Mehr Gesang wäre auch nicht schlecht. Gemeinsames Singen hat auf Seele und Gemüt vielleicht eine noch größere Wirkung als das meist einsame und mühsame Erlernen eines Instruments.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*