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„Schraibm nach gehöa“ – Experten warnen vor Problemen bis in die Universitäten

MAINZ. Der Streit um „Schreiben wie Hören“ ist beinahe so alt, wie die Methode selbst. An vielen Grundschulen praktiziert, bringt sie Schülern relativ schnell Erfolgserlebnisse und kann zu mehr Kreativität beim Schreiben führen. „Doch das dicke Ende kommt dann später“, warnen Kritiker bei einer Tagung in Mainz.

Ein umstrittenes Thema hat sich Bildungsforum Rheinland-Pfalz der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Auftakt seiner Veranstaltungsreihe „Bildung in Zeiten der Beliebigkeit“ gewählt: „Schraibm nach gehöa – wie Schulanfänger heute das Schreiben verlernen“ war das Seminar betitelt bei dem heute vor allem die Kritiker zu Wort kamen.

Wie viele Pädagogen in Rheinland-Pfalz die Methode tatsächlich anwenden, kann eigentlich niemand eindeutig beantworten. Foto: Claudia-Hautumm / pixelio.de

Wie viele Pädagogen in Rheinland-Pfalz die Methode tatsächlich anwenden, kann eigentlich niemand eindeutig beantworten. Foto: Claudia-Hautumm / pixelio.de

«Himl» statt «Himmel» oder «Bleta» statt Blätter»: Die in rheinland-pfälzischen Grundschulen verbreitete Lernmethode «Schreiben nach Gehör» birgt nach Ansicht der Kritiker Gefahren für schwache oder durchschnittlich begabte Kinder. «Die Methode führt bei diesen Schülern in späteren Jahren zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung», sagte Lars Lamowski, Grundschulreferent beim Verband Bildung und Erziehung in Rheinland-Pfalz vor der Tagung in Mainz.

Die Methode ist die Basis für das Schreibenlernen an vielen rheinland-pfälzischen Grundschulen. Mit sogenannten Anlauttabellen und Bildern lernen die Kinder, selbstständig Wörter zu lesen und kleine Texte zu schreiben – ohne, dass sie von Anfang an gleich alle Rechtschreibregeln beachten müssen, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz erläuterte. Die Tabellen seien aber kein Bestandteil der Rechtschreiberziehung, sondern des freien Schreibens.

Der Schreibunterricht an den Schulen orientiert sich dem Sprecher zufolge nicht nur an der Methode mit den Tabellen. Es gebe eine ausgewogene Mischung von verschiedenen Methoden. Mit welcher gelehrt werde, liege in der Verantwortung der Grundschullehrer. Wie viele Pädagogen im Land die Methode zumindest zeitweise anwenden, ist unklar.

«Das Schreiben nach Gehör führt zu kurzfristigen Erfolgen, weil man gleich zu Beginn eine hohe Motivation erzielt», sagte Germanist Wolfgang Steinig, der bei der Tagung einen Vortrag hält. «Doch das dicke Ende kommt dann später, wenn die Kinder merken, dass die Erwachsenen doch nicht so schreiben, wie sie selbst.» Langfristig gesehen führe die Methode, mit Schulbeginn zu lange und zu häufig nach Gehör schreiben zu lassen, zu einer Zunahme von Rechtschreibfehlern.

Der vor etwa 15 Jahren im Land eingeführte Lernansatz bringt nach Angaben von Grundschulreferent Lamowski Probleme bis an Universitäten: «Sogar Dozenten stellen erhebliche Rechtschreibschwierigkeiten bei Studierenden fest.»

Im letzten Jahr hatte es schon in Nordrhein-Westfalen eine hitzige Diskussion das Konzept gegeben, das auf den Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen und den Schulpsychologen Norbert Sommer-Stumpenhorst zurückgeht. Experten kamen dabei zu dem Fazit, dass die Methode Methode in Reinform so gut wie nicht mehr stattfinde Auf dem Weg zu einer guten Rechtschreibung komme es entscheidend auf die Kompetenz der Lehrkräfte an. (News4teachers mit dpa)

• zum Bericht: Streit um “Schreiben wie Hören”- FDP sieht Rechtschreibung bedroht
• zum Kommentar von Nina Braun: Streit um „Schreiben wie Hören“: Pure Ideologie ist im Spiel

4 Kommentare

  1. die viel gepriesene methode wird kritisch gesehen, sobald die folgen am eigenen leib gespürt werden, sprich Studenten mit schwacher Rechtschreibung an den Universitäten. zufall ?!?

  2. Es scheint ja zurzeit immer wieder en vogue, an der Methodik „Lesen durch Schreiben“ (LdS) und dem „Spracherfahrungsansatz“ mit „freiem Schreiben“ kein gutes Haar zu lassen, weil sie bewusst nicht-normkonforme Schreibungen zulassen – die Rechtschreibung werde so vernachlässigt, Falsches präge sich ein.
    Richtig ist diese Kritik meiner Meinung nach vor allem dann, wenn es um eine Praxis dieser Methodik geht, bei der tatsächlich die systematische Beschäftigung mit den Regelmäßigkeiten der Schreibung bewusst ausgeblendet wird (ohne fundierte Rechtschreibgespräche und Hinweise zur richtigen Schreibung) – und sich so tatsächlich Falsches einschleift.
    Dieser Methodik wird gerne das Lernen mit Fibeln gegenübergestellt. Dort werde von Anfang an richtig schreiben gelehrt.

    Aber warum fragt eigentlich niemand einmal nach den Inhalten der so hochgepriesenen Fibeln? Denn auch in den meisten Fibeln, die derzeit so auf dem Markt sind, wird gerade nicht von Anfang an Rechtschreibung gelehrt!
    Natürlich werden keine falsch geschriebenen Wörter benutzt – aber gerade am Anfang werden solche Wörter eingeführt, die eher untypisch für die deutsche Orthografie sind oder sogar Ausnahmeschreibungen darstellen. Wer Wörter wie „Limo“, „Mama“ gelehrt bekommt, wird auf einen orthografischen Holzweg geführt: dem kurzen Vokal folgt hier ausnahmsweise kein doppelt dargestellter Konsonant, sondern nur ein einfach dargestellter. Dass die Schreibung mit doppelt dargestelltem Konsonanten in solch einem Fall aber eigentlich die Regel wäre, muss dann auch im Fibellehrgang später erst mühsam wieder eingeübt werden! Auch nach solch einer Fibelmethode, die bestimmte, angeblich „lautgetreue“ Wörter im Anfangsunterricht als Regelfall einführt, sind also Fehlschlüsse über die Rechtschreibung programmiert und somit Fehlschreibungen wie „Muta“ (für Mutter) gerade bei selbst geschriebenen Texten nicht ausgeschlossen! Auch diese Methodik sollte also auf den Prüfstand!

    In der Fachdidaktik gibt es übrigens schon neue Ansätze, die solche Fibelmethodik UND „Lesen durch Schreiben“ hinter sich lassen und neue Wege beschreiten, Stichwort „silbenanalytischer Ansatz“ (Röber, Bredel u.a.). Der systematisch regelhafte Aufbau deutscher Wörter wird hier zum ersten Mal von Anfang an in den Mittelpunkt gestellt. Zugang dazu erfolgt über den Sprachrhythmus und den Silbenaufbau. „Schreiben was man hört“ ist nämlich gar nicht so verkehrt – allerdings nur wenn man die grundlegende Erkenntnis ernst nimmt, dass gesprochene Sprache nicht aus einer Aneinanderreihung von Einzellauten besteht, sondern aus typischen Kombinationen dieser Laute zu Silben. Und diese Silben werden ebenso nicht monoton aneinandergereiht, sondern werden in ihrer Gestalt von Sprachrhythmus (betont – unbetont) und Intonation bestimmt. Genau das wird in der Rechtschreibung sehr systematisch wiedergegeben. Sowohl gängige Anlauttabellen, als auch Fibel-Kunstwörter und angeblich „lauttreue“ Wörter ignorieren aber diese Zusammenhänge! „ruft“ z.B. ist in diesem Sinne KEIN „lautgetreues“ Wort, weil es beim Lesen die Zusatzinformation braucht, dass es von „rufen“ abgeleitet ist. Die normale Aussprache wäre nämlich die mit „kurzem u“, so wie in dem Wort „Luft“.

    Es kommt also im Anfangsuntericht keinesfalls nur darauf an, dass man ausschließlich Richtiges lernt, sondern auch, wie man es lernt.
    Aber was heißt eigentlich „das Richtige lernen“? „Lernen“ heißt ja nicht stures, unreflektiertes Eintrichtern. Kinder müssen ein Gefühl dafür entwickeln, was richtig und falsch bzw. was richtig und Ausnahme ist. Außerdem sollten sie dann auch bewusst darüber nachdenken und mitreden können. Damit das in der Rechtschreibung gelingt, muss das, was tatsächlich regelmäßig ist, im Mittelpunkt des Erstunterrichts stehen. Es reicht also nicht, nur irgendwelche richtig geschriebenen Wörter zu lesen und zu schreiben. Vielmehr müssen gezielt die, die eine regelhafte Schreibung haben, gelernt werden: z.B. solche, die nach einem kurzen Vokal tatsächlich einen DOPPELT dargestellten Konsonanten haben (z.B. „Himmel“, „Hammer“ – und nicht Ausnahmeschreibungen wie „Limo“, „Mama“). Nur dann kann sich ein Gefühl dafür entwickeln, wann „Doppelkonsonanten“ ganz regelmäßig vorkommen können: nämlich nach einfachem Kurzvokal – und NUR dann! Wer auf diese Weise „richtig lernt“, wird z.B. nicht auf die Idee kommen, „aussen“ statt „außen“ zu schreiben oder „Strasse“ statt „Straße“, wie das auch viele Erwachsene tun, die sonst eigentlich ganz gut in Rechtschreibung sind oder sogar einen Bildungsauftrag haben (vgl. z.B. den Namen einer HR-Quizsendung: „strassen stars“).
    Leider ist es nach meiner Beobachtung so, dass zu keiner anderen Kulturtechnik so wenig (wissenschaftlich fundiertes) Grundlagenwissen verbreitet ist, wie zum Lesen und Schreiben, zur gesprochenen und geschriebenen Sprache (dafür um so mehr Halbwissen, populäre Irrtümer und alleiniges Berufen auf „Erfahrung“/“Das war schon immer so“) – und man sich so in den Debatten oft nur im Kreise dreht, jammert, schimpft, verteidigt, …, ohne wirklich einmal positiv formulieren zu können, wie das Lernen denn positiv formuliert (auch im konkreten Detail) aussehen kann.

    • Ursula Prasuhn

      Regelwissen spielt bei der Rechtschreibung m.E. eine vergleichsweise geringe Rolle. Wichtiger ist es, viel zu schreiben (und zu lesen), so dass sich die Schreibweise häufig vorkommender Wörter im Gedächtnis einprägt. Denken Sie an sich selbst! Wie oft haben Sie beim Schreiben Ihres Kommentars an Regeln gedacht, um die Wörter richtig zu schreiben?
      Mir ist nicht klar, welches „(wissenschaftlich fundierte) Grundlagenwissen“ Ihnen fehlt. Für jeden Erstlese- und Schreiblehrgang gibt es „wissenschaftliche“ Begründungen – auch für das „Lesen durch Schreiben“. Jeder Schöpfer einer Methode weiß, dass er heutzutage seine Idee ohne „wissenschaftlichen“ Aufkleber kaum an den Mann bringen kann. So kommt es zu der Kuriosität, dass sich Methoden widersprechen, obwohl jede angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beruht, die eigentlich zu einem ähnlichen Ergebnis führen müssten.
      In der Pädagogik wird viel Scharlatanerie betrieben, weil auch erhebliche finanzielle Interessen im Spiel sind.
      Für mich sind die Lehrer als Praktiker die eigentlichen Experten auf dem Gebiet der Lehrmethoden. Wer könnte besser als sie die Spreu vom Weizen trennen und beurteilen, was tauglich ist und was nicht? Sich dabei auf alles Neue zu stürzen, weil ihm der Ruf des Fortschritts vorauseilt, ist genauso schlecht wie alles Alte bewahren zu wollen, weil es bequeme Gewohnheit geworden ist.
      Die Kritik an den „Bewahrern“ – die ich aus Ihren Worten heraushöre – kann ich allerdings angesichts dessen, was in den letzten Jahrzehnten an Hektik und Schnellschüssen in der Schul- bzw. Bildungspolitik stattgefunden hat, nicht verstehen. Eine Reform und Methode jagte die andere, jedes Mal im Namen des Fortschritts. Oder wollen Sie behaupten, Herr Beesk, es sei zu wenig Neues eingeführt worden?
      Wenn sich bewahrheitet hätte, was stets prophezeit wurde, lebten wir heute in der schönsten aller pädagogischen Welten und könnten rundum glücklich sein. Offensichtlich sind viele das aber nicht und es werden von Tag zu Tag mehr. Auch die Medien halten nach meiner Beobachtung nicht mehr so still wie noch vor einigen Jahren.
      Ihren Wunsch nach positivem Reden, wenn’s um die Schule geht, verstehe ich nicht ganz. Denken Sie an Schönreden oder Gesundbeten, was zwar nicht der Sache dient, aber immerhin die Gemüter beruhigt?

      • Vielen Dank für Ihre Antwort!
        Gerne möchte ich darauf eingehen. Am besten fange ich damit an: „Mir ist nicht klar, welches “(wissenschaftlich fundierte) Grundlagenwissen” Ihnen fehlt.“ Sie beziehen sich da auf meinen letzten Absatz. Wahrscheinlich hätte ich ihn besser weglassen sollen, denn er bewirkt jetzt Reaktionen, die ich eigentlich mit ihm verhindern wollte. Ich habe den Absatz versucht, so neutral wie möglich zu formulieren (das alleinige Berufen auf „Erfahrung“/“Das war (bei mir) schon immer so (und deshalb ist es gut so)“ kann nach meiner Beobachtung leider bei den Verteidigern JEDES methodischen Ansatzes als Argumentationsmuster im Vordergrund stehen). Ich selbst sehe jedenfalls keinen Sinn in gegenseitigen Etikettierungen wie „Bewahrern“, „Traditionalisten“, „Reformern“, „die mit den Schnellschüssen“ usw. Meiner Meinung nach kann die Debatte nur voran kommen, wenn man davon wegkommt (wenn man von vornherein gleich bei dem anderen eine bestimmte Haltung vermutet, besteht die Gefahr, die Besonderheit der Argumentation des anderen nicht genügend wahrzunehmen). Natürlich, so sehe ich das, gibt es immer beides: Dinge, die bewahrenswert sind, um gute Bildung zu erhalten, und Dinge, die neu bedacht sein wollen, schon weil sich Rahmenbedingungen verändern. Und genau darum geht es: in der Debatte sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen, welche bewahrenswerten und neue Einsichten denn dazu beitragen, das Lesen- und Schreibenlernen zu befördern. Und das meine ich auch einfach mit dem Stichwort „positiv“: INHALTLICH zu formulieren, woFÜR man ist, wie denn der Ansatz, den man für richtig hält, tatsächlich aussieht, welche Details man für wichtig hält, dass man dafür wirbt, und nicht hauptsächlich oder gar ausschließlich (und vor allem undifferenziert) zu sagen, woGEGEN man ist, was man blöd findet, worüber man sich ärgert. (Ich bedauere einfach eine oft unglückliche Gewichtung dieser beiden Aspekte in vielen Debatten zu diesem Thema, was dann oft nicht wirklich zu einer produktiven Debatte beiträgt und einem schnell den Elan zum Weiterdiskutieren und -nachdenken raubt.) Dazu wollte ich einfach mit meinem letzten Absatz einladen und ermuntern, weil ich mich freuen würde, wenn man tatsächlich inhaltlich auf meine konkreten Hinweise zur Vermittlung von sprachlichen und rechtschreiblichen Strukturen eingeht. Denn ich möchte gerne sagen, woFÜR ich bin: dass auch in den sprachlichen Fächern wie in jedem anderen Fach auch, die Fachwissenschaft ihren notwendigen Platz und Gewicht erhält – neben der Pädagogik und Didaktik (deren Erkenntnisse ja, wie Sie zu Recht bemerken, oft allein in den Vordergrund gestellt und z.T. überstrapaziert werden). Was nützt das schönste pädagogische Konzept, wenn man in der Mathematik nicht elementare mathematische Zusammenhänge korrekt darstellen würde – oder die Physik nicht die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse miteinbeziehen würde? Ich beobachte eben immer wieder, dass bei der Vermittlung von sprachlichem Wissen (und eben insbesondere beim Wissen über Zusammenhänge von Schreibung und Lautung) elementare und bewährte (!) SPRACHWISSENSCHAFTLICHE Erkenntnisse vernachlässigt werden oder gar nicht vorhanden sind, von neueren sprachwissenschaftlichen Forschungsergebnissen meist ganz zu schweigen (elementar ist z.B. die saubere Unterscheidung von Laut- und Buchstabenebene oder die Unterscheidung von explizitem und implizitem Regelwissen). Apropos: da bin ich dann auch bei Ihrer ersten Anmerkung: Mir geht es darum, das IMplizite Regelwissen der Kinder zu stärken. Denn das ist das Wissen, dessen man sich unbewusst bedient, das eine Automatisierung erst ermöglicht. Der Aufbau solchen Regelwissens kann (und SOLLTE, eben im Gegensatz zur reinen Lesen-durch-Schreiben-Auffassung) gezielt unterstützt werden. So entsteht dann das, was man gemeinhin mit dem „Gefühl“ für eine richtige Schreibung benennt und zur Ad-hoc-Entscheidung für eine bestimmte Schreibung führt, selbst wenn man das Wort nur vom Hörensagen kennt. Und das kann nur gelingen, wenn die Lehrenden (sowie Lehrerhandbücher und Methodenbeschreibungen, und in der Aufbereitung für die Schüler dann auch Schulbücher und Materialien) tatsächlich über dieses implizite Wissen EXplizites Wissen auf dem Schirm haben – und daran mangelt es eben oft. Mich graust es jedesmal, wenn z.B. davon die Rede ist, dass es „5 Vokale = Selbstlaute“ im Deutschen gäbe, dass am Ende von „Tür“ oder „Eimer“ ein „r“ wie in Rutsche zu hören sei, dass „Otter“ und „Opa“ mit demselben „Laut“ begönnen, dass „Buchstaben zu hören“ seien oder „Laute zu schreiben“ …, das könnte man alles linguistisch korrekter und trotzdem kindgerecht ausdrücken!! – aber eben nur, wenn auch die Fachkräfte sich da tatsächlich über die Zusammenhänge im Klaren sind. Dafür braucht es tatsächlich wieder eine neuen Ansatz: aber weniger als neues „Experiment“ für die Schüler, als vielmehr eine Fortbildungsoffensive für die Lehrkräfte! Hierher gehört dann m. E. auch das neuere Wissen um Laute, Silben, Sprachrhythmus und deren Repräsentation in der Schreibung. Ist darüber mehr fundiertes Wissen verbreitet, können Lehrer auch gezielter Wortmaterial z.B. sortiert nach Betonungsstruktur der Wörter im Unterricht anbieten und so dann auch das Verständnis für damit zusammenhängende Rechtschreibphänomene (ohne große EXplizite Regeltrainings) um einiges erleichtern und einüben.
        So viel erstmal, ich hoffe, ich konnte einiges deutlicher machen.

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