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Tarifverhandlungen für Erzieher gehen weiter – Demo und Warnstreik

Begleitet von Demonstrationen und Warnstreiks werden am Montag (13.00 Uhr) in Offenbach die Tarifverhandlungen für eine bessere Bezahlung von Kita-Mitarbeitern fortgesetzt. Eine Einigung gilt als unwahrscheinlich. Für den Fall, dass auch diese Verhandlungsrunde scheitert, drohen unbefristete Streiks in Kitas und Sozialeinrichtungen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften GEW und Verdi ringen um einen neuen Tarifvertrag. Am vergangenen Donnerstag war auch die vierte Verhandlungsrunde in Hannover ergebnislos zu Ende gegangen. Nun sind für Montag und Dienstag zwei weitere Verhandlungstage anberaumt. Für Montag hat Verdi in Hessen zu einem landesweiten Ausstand aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der bundesweit 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Das würde Gehaltssteigerungen von im Schnitt zehn Prozent bedeuten. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für nicht bezahlbar. dpa

3 Kommentare

  1. Natürlich sollen alle Menschen für ihre Arbeit „ausreichend und gut“ entlohnt werden. Die Frage ist ja nur, wonach bemessen wir den Wert einer Arbeit? Wie wichtig sie ist? Wie viel Verantwortung sie beinhaltet? Wie viel Wissen und Fertigkeiten man erwerben muss, um sie auszuführen? Wie angesehen sie ist? Wie sehr sie „gefragt“ ist? Wie viele Menschen es gibt, die das können? Wie viele Menschen es gibt, die das brauchen? Wie unverzichtbar sie ist?

    Würden wir den Wert einer Arbeit danach bemessen, wie unverzichtbar sie ist, müssten wohl die Bauern am reichsten entlohnt werden, oder?!

    Nur was nicht geht, ist immer mehr Netto vom Brutto und immer mehr Gehalt, denn wovon soll der Staat seine Angestellten bezahlen, wenn seine Einnahmen sinken?

    • krankenschwestern, feuerwehrleute und polizisten ebenso. unternehmensberater und Vermögensverwalter umso weniger. aktuell ist es eher umgekehrt.

  2. Die Frage der Angemessenheit der Entlohnung steht – anders als in der Presse – bei den Erzieherinnen ja gar nicht im Vordergrund. Es geht in erster Linie um die Eingruppierung innerhalb der Tarifsysteme des ÖD. Und hier werden allgemeine Verwaltungstätigkeiten (nicht-technischer Dienst) oder Tädigkeiten im technischen Dienst besser entlohnt, da die Einstiegsgruppierung schon höher liegt als bei den Sozial- und Erziehungsberufen.

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