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TV-Tipp „hart aber fair“: Problemfall Schule – zu viel Goethe, zu wenig Google?

KÖLN. Stress, viel und oft weltfremder Stoff, ständige Reformen: In den Schulen türmen sich die Probleme – und leider in jedem Bundesland andere. Hilft weniger Theorie, mehr echtes Leben? Oder wird an Schulen zu viel geklagt und zu wenig geleistet? Die WDR-Talksendung „hart aber fair“ hat am 13. April dazu die folgenden Gäste eingeladen:  Sylvia Löhrmann (B’90/Grüne, NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung; stellv. Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen) Josef Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes; Direktor des Maximilian von-Montgelas-Gymnasiums in Vilsbiburg Bayern) Barbara Eligmann (Journalistin und Fernsehmoderatorin, Mutter von drei Kindern) Florian Langenscheidt (Unternehmer und Buchautor, Vater von fünf Kindern) Mirko Drotschmann (Journalist, betreibt den Youtube-Kanal „MrWissen2go“) Michael Schulte-Markwort (Professor für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Buchautor „Burnout-Kids: Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert“).

Wie immer können sich Interessierte auch während der Sendung per Telefon, Fax, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen und schon jetzt über die aktuelle Internet-Seite (www.hart-aber-fair.de) ihre Meinung und Fragen an die Redaktion übermitteln. Die User können über www.hartaberfair.de während der Sendung live mitreden und diskutieren. So ist „hart aber fair“ immer erreichbar: Tel. 0800/5678-678, Fax 08005678-679, E-Mail hart-aber-fair@wdr.de.

2 Kommentare

  1. Aus meiner Sicht ist es eher zu viel Google und zu wenig Goethe (im Sinne von digitalem Lernen in Verbindung mit allgemeiner Niveauverflachung) in Kombination mit Evaluationswahn und Genderirrsinn. Die Sendung verspricht ertragloses Vortragen von Allgemeinplätzchen zu werden.

  2. Das alles wäre fast schon lustig, wenn es nicht die Zukunft der Schüler versauen würde. Dieses reine Kompetenzgeseier bringt nichts. Natürlich muss man Wissen vernünftig anwenden und Lösungswege auf andere Probleme übertragen können. Aber man benötigt zunächst einmal tausende von Fakten, strukturiert aufgebaut, um daraus eine Lösung aufbauen zu können. Sonst googelt man sich die Finger wund, um für 10 Sekunden all das zu wissen, was man gerade braucht – und es direkt danach wieder zu vergessen. Was heute als „Kompetenz“ gefeiert wird, wurde früher von den Lehrern schlicht vorausgesetzt. Wer Ableitungen nicht in der Chemie anwenden konnte war fehl am Platz.

    Ich habe nichts dagegen, dass den Schülern gezeigt wird, wo bestimmtes Wissen alles genutzt werden kann. Das hält den Unterricht spannend. Aber wo soll die aktuelle Entwicklung enden? Sollen die Schüler den Ablativ oder Primzahlen bei jeder Klassenarbeit per Suchmaschine erneut erarbeiten? Mit humanistischer Allgemeinbildung hat das herzlich wenig zu tun, sondern eher mit dem Fitmachen für die Anforderungen des Arbeitsmarkts. Eine unmenschliche Einstellung. Die Schule soll schließlich nicht Büroautomaten hervorbringen, sondern Menschen.

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