Geld für Bestehen der Abi-Prüfung geboten – Gericht verwarnt Vater

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FRANKFURT/MAIN. Das Amtsgericht Frankfurt hat einen Mann verwarnt, der dem Studienleiter eines Gymnasiums 500 Euro für eine erfolgreiche Abiturprüfung seines Sohnes geboten hatte. Das Gericht setzte die Geldstrafe in Höhe von 5400 Euro (90 Tagessätze) am Dienstag zur Bewährung aus. Der Angeklagte muss allerdings 2000 Euro als Auflage an gemeinnützige Einrichtungen zahlen.

Da es um die Chancen des Sohnes offenbar nicht zum Besten stand, hatte der Vater am Tag der mündlichen Abiturprüfung in Mathe den Studienleiter aufgesucht und ihm einen Briefumschlag mit 500 Euro überreicht. Er wolle unbedingt, dass sein Sohn die Prüfung bestehe. Der Studiendirektor verständigte das Schulamt. Die über den Bestechungsversuch nicht informierten Prüfer ließen den Schüler aus fachlichen Gründen durch die Prüfung fallen.

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Im Urteil nannte die Richterin das Verhalten des Vaters «schon ein bisschen dreist». Weil er jedoch Einsicht gezeigt und ein Geständnis abgelegt habe, sei eine Verwarnung vertretbar. dpa

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