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Grüne wollen lieber mehr Flüchtlingshilfe – sie fordern: Schluss mit Deutschlandstipendium

BERLIN. Das vor vier Jahren für begabte und engagierte Studenten geschaffene Deutschlandstipendium ist nach Einschätzung der Grünen ein «Ladenhüter» und sollte wieder abgeschafft werden. «Wegen Misserfolgs und zahlreicher Mängel» müsse diese staatliche Förderung auslaufen, sagte der hochschulpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Kai Gehring, in Berlin. Einen entsprechenden Antrag wollen die Grünen am Donnerstag im Parlament stellen.

Heute fand in Berlin die Jahresveranstaltung zum Deutschlandstipendium statt, dazu ludt das Bundesbildungsministerium und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ein. Nach Angaben des Ministeriums haben deutsche Hochschulen 2013 bundesweit 19.740 Deutschlandstipendien vergeben – das waren 5844 oder 42 Prozent mehr als 2012.

«Die staatlichen Mittel für das Deutschlandstipendium wollen wir stattdessen für das Bafög und eine bessere Stipendienförderung für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen nutzen», erklärte Gehring. Denn Bundesgelder würden «seit Jahren mangels Interesse nicht abgerufen». Den Stiftern sei es «möglich und freigestellt, das Deutschlandstipendium in Eigenregie weiterzuführen». Gehring: «Die Studienfinanzierung muss endlich so gestaltet werden, dass (…) gesellschaftliche Vielfalt auf dem Campus einzieht.»

Das Deutschlandstipendium fördert nach Angaben des Bundesbildungsministeriums begabte und leistungsstarke Studierende aller Fächer an den staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. „Neben überzeugenden Noten sollen bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt werden – etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie“, so heißt es. Die Stipendiaten werden mit je 300 Euro im Monat unterstützt. 150 Euro zahlen private Förderer, 150 Euro steuert der Bund bei. Der private Anteil der Stipendienmittel wird von den Hochschulen eingeworben. news4teachers / miut Material der dpa

Hier gibt es weitere Informationen zum Deutschlandstipendium.

 

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