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Junge Philologen fordern frühzeitig Klarheit über Einstellungszahlen

STUTTGART. Mit Sorge beobachten die Jungen Philologen im Philologenverband Baden-Württemberg nach eigenen Angaben, „wie hochqualifizierte Referendarinnen und Referendare in andere Bundesländer abwandern, weil diese Bundesländer mit ihren Einstellungszahlen und Einstellungsverfahren sehr viel früher an die Öffentlichkeit gehen sowie mit Angeboten und Stellenzusagen bereits vor Abschluss der Examen an qualifizierte Referendarinnen und Referendare herantreten“.

Links oder rechts? Für immer mehr Eltern scheint es nur eine Richtung zu geben. Illustration: pixabay.de / (CC0 1.0)

Wohin nach dem zweiten Staatsexamen? Referendare brauchen Klarheit, wo sie eine Chance auf Einstellung haben, fordern die Jungen Philologen. Illustration: pixabay.de / (CC0 1.0)

Gerade in Zeiten abnehmender Einstellungszahlen müsse für alle Referendarinnen und Referendare frühzeitig Klarheit über die Einstellungssituation herrschen. Jörg Sobora, Vorsitzender der Jungen Philologen in Baden-Württemberg, kritisiert die Praxis des Kultusministeriums der vergangenen Jahre, genaue und verlässliche Zahlen hinsichtlich der Einstellungsmöglichkeiten an Gymnasien nur schrittweise herauszugeben: „Die andauernde Unklarheit über Einstellungschancen für Referendarinnen und Referendare in Baden-Württemberg veranlasst die Absolventen des zweiten Staatsexamens, sich bereits vor dem Prüfungsabschluss in anderen Bundesländern oder auch in anderen Branchen nach Alternativen umzusehen.“

Viele der gerade sehr gut ausgebildeten Lehrkräfte stünden dann nicht mehr zur Verfügung, wenn erst gegen Ende des Schuljahres die Einstellungszahlen nach oben korrigiert würden. Die Jungen Philologen fordern daher vom Kultusministerium schnellstmöglich eine Klarstellung der Einstellungssituation 2015. Die neu ausgebildeten und qualifizierten jungen Kolleginnen und Kollegen würden für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben an den Gymnasien gebraucht. Die Jungen Philologen Baden-Württemberg erwarten angesichts der ständig wachsenden Verpflichtungen und der zunehmend heterogenen Schülerschaft, die zusätzliche individuelle Förderung verlange, auch die Einstellung einer angemessen höheren Anzahl von Lehrkräften an den Gymnasien des Landes.

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