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Lesen und Schreiben – Werden Sie unser Buchkritiker: Du bleibst, was Du bist

Kaum erschienen hat es schon einiges Aufsehen erregt: Marco Maurer: „Du bleibst, was du bist – Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet“, aktuelles Objekt unserer Leser-Rezensions-Aktion:

„Ach, das hat doch gar keinen Wert bei ihm.“ Wenn der Sohn einer Friseurin und eines Kaminkehrers einen solchen Satz zu hören bekommt, wenn es darum geht, die Aufnahmeprüfung für die Realschule zu machen ist das nicht nur demotivierend, sondern auch ein Zeichen für eine bildungspolitische Klassengesellschaft.

Marco Maurer zeichnet in Gesprächen mit Bildungsaufsteigern, Psychologen und Experten das Bild eines zutiefst ungerechten Bildungssystems.

Marco Maurer zeichnet in „Du bleibst, was Du bist“ durch Gespräche mit Bildungsaufsteigern, Psychologen und Experten das Bild eines zutiefst ungerechten Bildungssystems.

Noch immer schaffen von 100 Nichtakademikerkindern nur 24 den Sprung auf die Universität gegenüber 71 Akademikerkindern. Noch immer werden Arbeiterkinder im Bildungssystem diskriminiert.

Der Journalist Marco Maurer hat mit Bildungsaufsteigern gesprochen, vom Außenminister bis zum Vorstand eines DAX-Unternehmens. Herausgekommen ist eine Abrechnung mit dem deutschen Schulsystem und ein echter Aufreger, den wir Ihnen jetzt in unserer Leser-Rezensions-Aktion zur Verfügung stellen können:

Wenn Sie eine Rezension für die Leser von News4teachers schreiben wollen, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Adresse (zum Versand des Buchs) und dem Betreff „Du bleibst, was du bist“ an aktion@news4teachers.de.

Sie erhalten dann von uns das Buch und ggf. weiteres Informationsmaterial. Sie schreiben eine Besprechung (im Umfang von ca. einer DIN A4-Seite), die wir auf News4teachers veröffentlichen. Natürlich können Sie im Anschluss das Buch behalten. (Bei mehreren Einsendungen behalten wir uns die Auswahl vor, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Im Rahmen von Lesen und Schreiben stehen außerdem folgende Bücher für eine Rezension zur Verfügung. (Wenn Sie sich für einen der folgenden Titel entscheiden, ändern Sie bitte den Betreff ihrer E-Mail entsprechend):

  • Roger Schmelzer, Peter Gitzinger, Linus Höke: Das böse Buch für Lehrer
  • Heidi Linde: Glatt gelogen – Der gemeinste Lehrer der Welt
  • Gabriele Frydrych: „Die Dümmsten aus meiner Klasse sind Lehrer geworden!”
  • Simone Ehrhardt: Lehrer sterben schöner – Mit Lupe, Gift und Lippenstift 1
  • Rainer Bromme: Lehrer als Experte – Zur Psychologie des professionellen Wissens
  • Sonja Wagesreiter: Der glückliche Lehrer – Eine „PROvokativpädagogische“ Fundamentierung des Lehrerbildes
  • Hans-Joachim Gruel / Heinz Kipp (Hg.): Vom Lehrer zum Schulleiter – Wege und Chancen der beruflichen Weiterentwicklung in der Schule
  • Marco Wehr: Kleine Kinder sind große Lehrer – Das Genie der frühen Jahre

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2 Kommentare

  1. mehrnachdenken

    Mein Gott, ich kann diese albernen Stereotype nicht mehr lesen!!
    Ist ein Uni-Anschluss tatsächlich immer so erstrebenswert? Wo bleiben bei der Recherche von M. Maurer die erfolgreichen Menschen, denen es auch ohne akademische Bildung z.B. finanziell blendend geht?

    Aus meinem engsten Bekanntenkreis habe ich da einen pummeligen und unbeholfenen Jungen vor Augen, der in den 50er Jahren die damalige Volksschule nach der 8. Klasse verließ. Anschließend begann er eine Lehre und hielt sich nach der Gesellenprüfung lange im Ausland auf. Es dauerte nicht lange, und er konnte perfekt englisch und französisich sprechen. Nach seiner Meisterprüfung wurde er Unternehmer in der Schmuckbranche. Mittlerweile ist dieser Weltbürger ein millionenschwerer betagter alter Herr über 80, und er steht noch jeden Tag für etliche Stunden in seinem Geschäft. In seiner Stadt ist er ein hoch geschätzter und geachteter Bürger.

    Ich gehe davon aus, dass es viele ähnliche Erfolgsgeschichten von Menschen gibt, deren Leben auch ohne Uni-Abschluss zu einer Erfolgsgeschichte wurde.
    Zumindest kann keiner der ehemaligen Klassenkameraden des „alten Herr“ so eine beeindruckende Lebensgeschichte vorweisen. Ich vermute mal, selbst viele Studierte aus jener Zeit können ihm nicht das Wasser reichen.

  2. Ja, schade dass diese Lebensläufe bzw. beruflichen Karrieren ohne Studium im Allgemeinen unter den teppich gekehrt werden. Auf der anderen Seite werden solche „Aufstiege“ in der heutigen Zeit seltener. Davor stehen Business-Pläne und Banken, die nach den formalen Abschlüssen schauen, bevor sie Kredite zur Verfügung stellen – von sonstigen Sicherheiten einmal abgesehen.

    Man kann es bei jedem Handwerksbetrieb sehen; der Firmengründer in der Nachkriegszeit hatte die Volksschule besucht und nach der Gesellenzeit seinen Meister gemacht, um sich dann in den 60-ern selbständig zu machen. Sein Nachfolger im Betrieb, der Sohn hat dann in den 70-ern mindestens die Realschule absolviert, Ausbildung gemacht, höhere staatliche Fachschule absolviert und später noch einen Techniker gemacht. Spätestens die dritte Generation hat dann zumindest einen Fachhochschulabschluss nach dem Abitur und dem Gesellenbrief erworben, die einen im technischen und die anderen im kaufmännischen Bereich.

    Natürlich gibt es auch immer noch Firmenpleiten und Firmenneugründungen, aber de facto ist der Markt eher statisch und Entrepreneurship in D eher ungewöhnlich.

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