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Stellenkürzungen im Bereich der gymnasialen Oberstufe: Philologenverband ist entsetzt

WIESBADEN. Der Hessische Philologenverband ist eigenen Angaben zufolge entsetzt über die Entscheidung der hessischen Landesregierung, die Lehrerzuweisung im Bereich der gymnasialen Oberstufe zu kürzen. „Dieser Landesregierung ist alles andere wichtiger als das Gymnasium und die Studierfähigkeit der Abiturienten, für die zu sorgen die Aufgabe dieser Schulform ist. Tatsächlich betreibt die Landesregierung einmal mehr – allen wohlfeilen Lippenbekenntnissen zum Trotz – Politik gegen diese Schulform“, lautet das Fazit des Verbandsvorsitzenden Knud Dittmann.

Die Kürzung der Lehrerzuweisung im Bereich der gymnasialen Oberstufe stelle faktisch auch die Rücknahme der „garantiert 104 prozentigen Lehrerversorgung“ für die betroffenen Schulen dar, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Der buchungstechnische Taschenspielertrick, die Grundversorgung im Bereich der gymnasialen Oberstufe zu reduzieren und danach weiterhin von einer 104 prozentigen Lehrerversorgung zu sprechen, werde nicht verfangen; Hohn und Spott würden dieser Landesregierung sicher sein. Denn tatsächlich werde den betroffenen Schulen das wieder genommen, was vor den Wahlen als die alles andere in den Schatten stellende bildungspolitische Leistung der größeren Regierungspartei betont worden sei: eine über 100 Prozent hinausgehende Sonderzuweisung im Umfang von „garantiert“ vier Prozent. Und an einigen Schulen wie etwa Oberstufengymnasien werde die Lehrerzuweisung unterhalb der Versorgung liegen, die derzeit auch nur 100 Prozent entspräche.

Unter Einbeziehung des Bildungsgipfels, der sich eher als unterirdische Veranstaltung erweise, dessen Scheitern sich abzeichne und bei dem die Landesregierung in einer Weise laviere, dass nicht mehr erkennbar sei, wofür sie in der Sache stehe, komme der Hessische Philologenverband nicht um die Feststellung herum, dass die Bildungspolitik dieser Landesregierung von einer erschreckenden Orientierungslosigkeit gekennzeichnet ist.

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